Techfirmen wollen Arbeitsdaten, um KI das Arbeiten zu lehren
KI- und Technologieunternehmen intensivieren die Suche nach Daten aus Unternehmen, um ihre Modelle an realer menschlicher Arbeit zu trainieren. Im Zentrum steht nicht nur öffentlich zugänglicher Webtext, sondern strukturierte und unstrukturierte Information aus internen Abläufen wie Slack-Nachrichten, E-Mails, Präsentationen und Firmendokumenten. Laut Berichten von Business Insider bieten KI-Firmen Unternehmen dafür sechsstellige bis siebenstellige Beträge für anonymisierte Bestände an. Ziel ist, automatisierten Systemen beizubringen, wie Menschen Probleme lösen, zusammenarbeiten, Entscheidungen treffen und mehrstufige Aufgaben abschließen. Solche Workflows sollen die Grundlage für die nächste Generation von KI-Agenten bilden. Parallel bauen Kanzleien eigene KI-Systeme auf Grundlage jahrzehntelanger Rechtsdokumente und Fachexpertise, um nicht nur auf Standardmodelle angewiesen zu bleiben und ihre Datenvorteile auszuspielen. Umgekehrt sichern sich Roboterentwickler durch bezahlt aufgezeichnete Alltagsaufgaben wie Kochen oder Warenverpackung Material, um physische Handlungen und Arbeitsabläufe nachvollziehbar zu machen. Damit verschiebt sich der Fokus der KI-Entwicklung von reiner Skalierung großer Modelle und höherer Rechenleistung hin zum Verständnis tatsächlicher Arbeitsprozesse. Der Wettlauf um arbeitsbezogene Daten dürfte damit über den Erfolg künftiger Assistenzsysteme, Agenten und Automatisierungslösungen entscheiden.