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Apple AI-Chef Giannandrea geht zurück, Neuer Chef mit Google- und Microsoft-Erfahrung

John Giannandrea, Apple’s Leiter für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen seit 2018, tritt von seiner Position zurück und wird bis zum Frühjahr 2026 als Berater tätig bleiben. Sein Nachfolger ist Amar Subramanya, der als Vice President of AI bei Apple antritt und direkt an Craig Federighi, den SVP für Software, berichtet. Subramanya, der 16 Jahre bei Google arbeitete – zuletzt als Leiter der Entwicklung für den Google Gemini-Assistenten –, wechselte 2024 zu Microsoft, wo er als Corporate Vice President für KI tätig war. Sein Wissen über die Integration von KI-Forschung in Produkte wird als entscheidend für Apples künftige Innovationen, insbesondere für die geplante „Apple Intelligence“-Funktion, angesehen. Die Veränderung folgt auf eine Phase tiefgreifender Schwierigkeiten bei Apples KI-Entwicklung. Die Einführung einer personalisierten Siri wurde im März 2025 verschoben, nachdem interne Tests, darunter von Software-Chef Federighi selbst, erhebliche Mängel aufgezeigt hatten. Laut einer Bloomberg-Untersuchung hatte CEO Tim Cook bereits im März angesichts der mangelnden Fortschritte Vertrauen in Giannandrea verloren und die Leitung von Siri an Mike Rockwell, den Chef des Vision Pro-Teams, übertragen. Zudem wurde die interne Roboter-Abteilung aus Giannandreas Verantwortung genommen. Die KI-Entwicklung galt als von internen Spannungen, mangelnder Kommunikation zwischen Teams und Budgetproblemen geprägt, wobei mehrere KI-Forscher zu Wettbewerbern wie OpenAI, Google oder Meta wechselten. Intern wurde Giannandreas Abteilung sogar spöttisch als „AI/MLess“ bezeichnet. Die Probleme wurden durch mehrere öffentliche Fehlentwicklungen verschärft. So generierte Apples KI-System „Apple Intelligence“ im Spätherbst 2024 falsche Nachrichten, darunter die Behauptung, der mutmaßliche Mörder des UnitedHealthcare-Chefs, Luigi Mangione, habe sich selbst erschossen – was nicht stimmte. Auch ein Darts-Sieg von Luke Littler wurde vor dem Finale angekündigt. Diese Vorfälle trugen zu negativen Reaktionen bei und führten zu Klageerhebungen von iPhone-16-Käufern, die eine KI-optimierte Siri erwartet hatten. Nun setzt Apple auf eine strategische Wende: Laut Berichten wird die neue Siri mit einer angepassten Version von Googles Gemini-Modell betrieben, was eine erhebliche, für Apple vermutlich peinliche Abhängigkeit von einem Rivalen darstellt. Dies steht im Kontrast zu Apples bisherigem Ansatz, KI-Aufgaben primär auf den Geräten der Nutzer zu verarbeiten – mit Apple-Silicon-Chips und dem Schutz der Privatsphäre durch die Private Cloud Compute-Infrastruktur. Diese Philosophie hat jedoch auch Nachteile: On-Device-Modelle sind kleiner und weniger leistungsfähig als die riesigen Modelle der Konkurrenz, und Apples Mangel an echten Nutzungsdaten behindert die Modellentwicklung, da man auf lizenzierte und synthetische Daten angewiesen ist. Mit Subramanya, der über tiefgreifende Erfahrung in der Produktintegration von KI verfügt, will Apple nun seine KI-Strategie neu aufstellen. Federighi soll weiterhin die KI-Entwicklung leiten, während Subramanya die Entwicklung von Grundmodellen, Forschung und KI-Sicherheit übernimmt. Apple verspricht, mit diesen Änderungen die Entwicklung intelligenter, vertrauenswürdiger und persönlicher Erfahrungen voranzutreiben. Die neue Ära markiert einen entscheidenden Schritt, um die KI-Lücke gegenüber Konkurrenten zu schließen – trotz der Herausforderungen, die durch interne Probleme und strategische Abhängigkeiten entstanden sind.

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