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Nucleus launcht erste offene AI-Modelle für IVF und Genoptimierung

Nucleus Genomics hat mit der Einführung von Nucleus Labs und der Open-Weight-Modellreihe „Origin“ einen Meilenstein in der reproduktiven Genetik gesetzt. Die neun KI-Modelle, die auf Millionen von Genomdaten trainiert und validiert wurden, können Risiken für altersbedingte Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Krebs und Alzheimer bereits anhand der DNA von Embryonen vorhersagen – mit hoher Genauigkeit auch bei unterschiedlichen ethnischen Hintergründen. Bei IVF-Behandlungen ermöglicht das System, durch die Auswahl von nur fünf Embryonen eine Risikoreduktion von über 50 % für häufige chronische Krankheiten zu erzielen. Damit wird die präimplantative genetische Diagnostik erstmals nicht nur präziser, sondern auch proaktiver: Eltern und Ärzte können ab dem ersten Lebensmoment strategisch für die langfristige Gesundheit ihres Kindes planen. Besonders bahnbrechend ist die Entscheidung, die Modelle vollständig „open-weight“ zu veröffentlichen. Im Gegensatz zu den üblichen geheimen Algorithmen in der Genomik stellt Nucleus die zugrundeliegenden KI-Modelle öffentlich zur Verfügung, sodass Forscher, Kliniker, Patienten und andere Unternehmen die Technologie analysieren, testen und weiterentwickeln können. Gleichzeitig hat das Unternehmen den „Genetic Optimization Hub“ ins Leben gerufen – eine Plattform für wissenschaftliche Zusammenarbeit, Transparenz und gemeinsame Innovation in der genetischen Optimierung. Dieser Schritt markiert eine Wende: Statt geistigem Eigentum als Wettbewerbsvorteil wird Wissen als öffentliches Gut gefördert. Kian Sadeghi, Gründer und CEO von Nucleus Genomics, betont: „Die Zukunft der Genetik muss offen sein.“ Er kritisiert die bisherige Praxis, bei der genetische Vorhersagemodelle oft als geschlossene Black Boxes gehandelt wurden. Durch Transparenz soll die Entwicklung sicherer, verlässlicher und ethisch verantwortbarer Lösungen beschleunigt werden. Origin ist der erste Schritt einer Reihe geplanter Open-Weight-Modelle, die künftig noch präzisere Vorhersagen ermöglichen sollen – mit Fokus auf Gerechtigkeit, Sicherheit und globaler Zugänglichkeit. Industrieexperten sehen in der Initiative eine wichtige Bewegung hin zu ethischer KI in der Medizin. „Die Open-Weight-Strategie könnte die Genomik revolutionieren – ähnlich wie Open-Source-Software die Softwareindustrie verändert hat“, sagt Dr. Lena Müller, Genomik-Experte am Max-Planck-Institut. „Wenn Forscher weltweit auf die gleichen Daten und Modelle zugreifen können, beschleunigt sich die Forschung exponentiell.“ Nucleus Genomics positioniert sich damit nicht nur als Technologieanbieter, sondern als Treiber eines neuen Paradigmas in der reproduktiven Medizin. Mit seinem Flaggschiffprodukt Nucleus IVF+ integriert das Unternehmen tiefgehende genetische Analysen direkt in den IVF-Prozess. Die Kooperationen mit Kliniken und Forschungseinrichtungen sollen in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden.

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