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vor 19 Tagen
OpenAI

OpenAI kündigt die „dritte Phase“ an: KI soll bereichernd, allgemein zugänglich und sicher sein

Dreiinhalb Jahre nachdem ChatGPT die künstliche Intelligenz in den Mainstream gebracht hat, haben der OpenAI-Gründer Sam Altman und der Chefwissenschaftler Jakub Pachocki am Montag einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem sie ankündigten, dass das Unternehmen offiziell in seine „dritte Phase“ eintritt. Altman unterteilt die Geschichte von OpenAI in drei Phasen: Die erste Phase konzentrierte sich auf die Forschung zu allgemeiner künstlicher Intelligenz (AGI); in der zweiten Phase wurden Produkte auf den Markt gebracht, um zu beobachten, wie Menschen KI tatsächlich nutzen; nun betritt man die dritte Phase – in der „die Wirtschaft beginnt, sich um KI neu zu strukturieren“. Das Kernproblem lautet: „Wie können wir fortschrittliche KI so bereichernd, kostengünstig, sicher, nützlich und benutzerfreundlich gestalten, dass jeder Einzelne und jede Organisation davon profitieren kann?“ „Spitzenfähigkeiten sind nur ein Teil der Arbeit“, schrieben Altman und Pachocki. „Die größere Aufgabe besteht darin, diese Fähigkeiten in Werkzeuge zu verwandeln, mit denen die Menschen wirklich besser leben können.“ Sie formulierten drei zentrale Ziele: 1. Aufbau eines automatischen KI-Forschers 2. Beschleunigung des wirtschaftlichen Wachstums 3. Ausstattung jedes einzelnen Menschen auf der Erde mit einem eigenen AGI Neben diesen technologischen Ambitionen räumte der Blogbeitrag viel Raum Sicherheit und Governance ein. „Leistungsstarke Systeme müssen sicher sein, mit menschlichen Absichten übereinstimmen und unter menschlicher Kontrolle stehen“, hieß es bei beiden Autoren. „Eine vollständige Automatisierung aller Dinge ist nicht die Zukunft, die wir wollen – weder würde sie befriedigen noch wäre sie ungefährlich. KI sollte dabei helfen, Ziele zu erreichen, statt ihnen zu entgleiten.“ Zudem forderten sie koordinierte Mechanismen auf nationaler und globaler Ebene sowie erneut die Gründung einer internationalen Organisation zur Verringerung der Risiken durch KI, wobei im Bedarfsfall sogar eine Verlangsamung der Entwicklung fortgeschrittener Modelle erwogen werden solle. „Eine gute Zukunft für KI darf nicht dazu führen, dass wenige Institutionen den Großteil der Fähigkeiten und Gewinne kontrolliert. Sie sollte eine Zukunft sein, in der mehr Personen, Firmen, Gemeinden und Nationen bauen, profitieren und Macht ausüben können.“ Ironischerweise legte OpenAI an genau diesem Tag geheimhaltend einen Börsengang-IPO-Antrag ein, obwohl das Unternehmen erklärte, dass die Notierung „noch einige Zeit dauern könnte“. Gleichzeitig hatten Forscher von Anthropic in der Vorwoche erklärt, dass „fortschrittliche Labore möglicherweise langsamer vorgehen sollten“. Beide potenziellen Börsenkandidaten sendeten also unisono das Signal, „das Tempo zu drosseln“, kurz vor ihrem möglichen Börsengang. Vielleicht hat erst jetzt die eigentliche „dritte Phase“ begonnen.

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