ByteDance bekommt 36.000 Blackwell-GPUs durch Malaysia-Cloud
China hat angekündigt, dass ByteDance über einen malaysischen Cloud-Betreiber Zugang zu einem Cluster mit 36.000 Nvidia-Blackwell-GPUs erhält. Nvidia bestätigte, dass kein Einspruch gegen dieses Vorhaben besteht, solange die Implementierung strikt mit den US-Ausfuhrkontrollen konform ist. Der geplante Rechenzentrumscluster im Wert von etwa 2,5 Milliarden US-Dollar besteht aus 500 NVL72 GB200-Systemen. Er wird rechtlich und operativ von Aolani Cloud in Malaysia gehalten, wobei die Hardware über den Serverhersteller Aivres beschafft wird. ByteDance beabsichtigt, die immense Rechenleistung für Forschung und Entwicklung zu nutzen, um am globalen Wachstum im Bereich der Künstlichen Intelligenz teilzuhaben. Bisher arbeitet Aolani bereits seit Februar 2025 mit ByteDance zusammen und vermietet Server mit Nvidia-H100-GPUs an das chinesische Unternehmen. Dieser aktuelle Cluster mit Blackwell-Chips soll als Testumgebung dienen, um die technische Nutzbarkeit sicherzustellen und die Zustimmung der US-Behörden endgültig zu erhalten. Erste Zahlungen für das Vorhaben sind demnach bereits geleistet worden. Die rechtliche Grundlage für dieses Arrangement liegt in der aktuellen Auslegung der US-Ausfuhrvorschriften. Diese regeln primär den physischen Versort der Hardware, nicht jedoch deren spätere Nutzungsorte. Solange die Computercluster außerhalb der als kontrolliert eingestuften Länder wie China errichtet und betrieben werden, gelten sie als legal. ByteDance steht auf keiner der restriktiven Listen der US-Regierung, wie der sogenannten Entity List oder der Military End Use-Liste, was den Einsatz der Hardware nicht automatisch als Problem stempelt. Nvidia hat betont, dass alle Cloud-Partner vor der Lieferung der Produkte einer strengen Prüfung durch interne Teams für Betrieb, Finanzen und Compliance unterzogen werden. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass die Regeln bewusst so gestaltet wurden, um Cloud-Infrastrukturen außerhalb kontrollierter Länder zuzulassen. Dies soll verhindern, dass amerikanische Technologiehersteller den zweitgrößten kommerziellen Markt der Welt an ausländische Konkurrenten verlieren. Die Nutzung amerikanischer Hardware durch chinesische Unternehmen in der Cloud wird zwar von manchen US-Politikern kritisch gesehen, bleibt jedoch im Rahmen der aktuellen Gesetze vollständig legal. Zusätzlich prüft ByteDance derzeit mögliche weitere Ausbauten, darunter ein Cluster mit über 7.000 Blackwell-GPUs in einem Rechenzentrum in Indonesien. Die Transparenz bezüglich der genauen Finanzierungsquellen für den malaysischen Cluster bleibt noch etwas unklar, obwohl Aolani bereits über eine beträchtliche Hardware-Basis verfügt. Die Entscheidung von Nvidia unterstreicht die strategische Priorität, den Markt in Asien durch lokale Cloud-Partner zugänglich zu halten, anstatt ihn komplett zu blockieren, was langfristig auch Arbeitsplätze und Einnahmen in den USA sichern soll.
