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KI-Ingenieur behauptet Entschlüsselung Linear A

Ein KI-Ingenieur und Amateurlinguist aus dem US-Bundesstaat New York hat behauptet, das jahrhundertealte Rätsel der linearen Schrift A entschlüsselt zu haben. Tom Di Mino, ansässig im Hudson Valley, gab bekannt, im Januar mit der Analyse begonnen und seine Kern-Erkenntnis am 22. Mai gewonnen zu haben. Die Arbeit wird derzeit von Linguistikexperten der Rutgers University und der Cambridge University geprüft. Gelingt der Nachweis, würde dies die Archäologie und Sprachwissenschaft fundamental verändern, vergleichbar mit der Entzifferung der verwandten linearen Schrift B im Jahr 1952. Die lineare Schrift A stammt aus der spätminoischen Bronzezeit und wurde etwa zwischen 1800 und 1450 vor Christus verwendet. Im Gegensatz zur späteren mykenisch-griechischen Variante der linearen Schrift B ist die Schrift A über weite Strecken unentschlüsselt geblieben. Beide Systeme basieren auf Silbenzeichen, wobei sechzig Symbole identisch sind. Während der Lautwert der gemeinsamen Zeichen aufgrund der bekannten griechischen Übersetzung der linearen Schrift B abschätzbar ist, bleiben die Bedeutung und die zugrunde liegende Sprache der linearen Schrift A ein historisches Rätsel. Di Mino geht davon aus, dass die Schrift A eine ausgestorbene semitische Sprache kodiert, die als Vorläufer des biblischen Hebräisch zu betrachten ist. Um diese These zu untermauern, setzte er moderne künstliche Intelligenz ein. Mithilfe des KI-Tools Claude Code entwickelte Di Mino eine systematische Methodik zur Kategorisierung von Symbolen und zum algorithmischen Testen linguistischer Hypothesen. Der entscheidende Durchbruch gelang bei der Analyse ritueller Gebetstexte, die einem festen Formelschema folgen. Durch den Vergleich bekannter Silbenzeichen mit einem bislang unerklärten Sonderzeichen identifizierte er eine Verbwurzel, die in der semitischen Linguistik für das Konzept des Wohnens oder Baus steht. Die so entschlüsselten Texte weisen strukturelle Ähnlichkeiten mit späteren hebräischen Gebeten auf, richten sich jedoch an eine weibliche Gottheit. Zudem führt Di Mino an, dass seine Analyse der Logogramme in der linearen Schrift A auch bestehende Übersetzungsprobleme der linearen Schrift B löst, was seine Methodik als validiert erscheinen lässt. Sollte die Entzifferung die wissenschaftliche Begutachtung bestehen, eröffnet dies nicht nur neue Perspektiven auf die minoische Kultur, sondern demonstriert auch das konkrete Potenzial von KI-gestützten Analyseverfahren bei der Lösung komplexer historischer Entschlüsselungsprobleme. Die Fachwelt überprüft derzeit die vorliegenden Daten und die computergestützte Vorgehensweise auf Reproduzierbarkeit und akademische Haltbarkeit.

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