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Europa stellt 35 neue NVIDIA-KI-Supercomputer vor

NVIDIA hat am 22. Juni 2026 auf der ISC High Performance in Hamburg einen Rekord von 35 neuen KI-HPC-Supercomputern auf dem europäischen Kontinent vorgestellt. Die Projekte verteilen sich auf 23 Länder und stellen rund 3 Millionen Forschende mit Next-Generation-Infrastruktur für Künstliche Intelligenz, wissenschaftliche Simulationen und industrielle Innovationen bereit. Mit der Bereitstellung von 800 KI-Exaflops seit dem Vorjahr vollzieht Europa die stärkste einjährige Supercomputer-Expansion seiner Geschichte. Die Systeme basieren überwiegend auf der NVIDIA Blackwell- und Hopper-Architektur sowie den GB200- und GB300-Superchips. Verbunden werden sie durch NVIDIA Quantum InfiniBand-Netzwerke und die CUDA-X-Softwarelandschaft. Zentrale Knotenpunkte dieser Infrastruktur sind das EuroHPC AI Factory-Upgrade am Barcelona Supercomputing Center, das Blue Swan-Programm der Bayerischen Forschungsallianz an der FAU Erlangen und dem LRZ, der italienische AI-Factory-Ansatz IT4LIA des Rechenzentrums CINECA, die HammerHAI-Initiative des HLRS in Stuttgart sowie die Mimer AI Factory am schwedischen Linköping Institute of Technology. Jensen Huang, CEO von NVIDIA, betonte bei der Bekanntgabe, dass KI zum neuen wissenschaftlichen Instrument avanciert sei. Die europäische Infrastruktur soll es Forschenden ermöglichen, komplexere Systeme zu simulieren, wissenschaftliche Modelle zu trainieren und agentic AI-Workflows zu entwickeln, die europäische Daten in globale Durchbrüche verwandeln. Die nationalen Leitbilder der beteiligten Rechenzentren unterstreichen diese strategische Ausrichtung. Die Projekte zielen darauf ab, die technologische Souveränität Europas zu stärken, sichere und vertrauenswürdige KI-Umgebungen zu schaffen und Forschung sowie Industrie flächendeckend zu vernetzen. Ein Schwerpunkt der Vorhaben liegt auf der Anwendung beschleunigter Rechenleistung für drängende gesellschaftliche Herausforderungen. Die Infrastruktur unterstützt die Klimaforschung, die Modellierung von Erdsystemen und biomedical Discovery. Im Bereich der Energiewende arbeitet NVIDIA bereits mit Siemens Energy zusammen, um mithilfe von Omniverse-Simulationen und CUDA-X die Entwicklung von Gasturbinen mit 100 Prozent Wasserstofffähigkeit zu beschleunigen. Durch schnellere Iterationen konnten Simulationszeiten um bis zu 77 Prozent reduziert werden. Parallel dazu treibt Europa die Integration von Quantencomputing in klassisches Hochleistungsrechnen voran. Über die CUDA-Q-Plattform werden Quantenprozessoren nahtlos in bestehende Supercomputing-Ökosysteme eingebunden. Initiativen an CINECA, Fraunhofer FOKUS, dem Barcelona Supercomputing Center und dem Jülich Supercomputing Centre nutzen hybride Architekturen, um Quantenalgorithmen zu optimieren und bis zu 50-Qubit-Simulationen auf GPUs durchzuführen. Dies festigt die führende Rolle europäischer Forschungsinstitute bei der Entwicklung quantenbeschleunigter Workflows. Die flächendeckende Modernisierung der Supercomputing-Infrastruktur positioniert Europa nachhaltig als Knotenpunkt für wissenschaftlichen Fortschritt und industrielle KI-Anwendungen. Die kombinierte Leistung von 800 KI-Exaflops wird die europäische Forschungslandschaft bis 2026 maßgeblich transformieren und die Grundlage für datengetriebene Innovationen in Schlüsselbranchen bilden.

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