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KI-Modell entdeckt Zero-Day-RCE in WordPress

Forschende von Searchlight Cyber haben gemeinsam mit OpenAIs KI-Modell GPT5.6 Sol Ultra eine kritische Zero-Day-Schwachstelle in WordPress entdeckt, die zu Remote Code Execution ohne vorherige Authentifizierung führt. Die Entdeckung unterstreicht ein Marktpremium von bis zu 500.000 US-Dollar für derartige Exploits und markiert einen signifikanten Wandel in der Anwendung künstlicher Intelligenz in der Cybersecurity. Die Schwachstelle basiert auf einem Fehler in der WordPress-Batch-API. Durch eine Desynchronisation in der internen Validierungsschleife lässt sich die Parameterüberprüfung umgehen, was im Endeffekt zu einer vorauthentifizierten SQL-Injection führt. Ausgehend von diesem Einstiegspunkt entwickelte die KI autonom eine komplexe Eskalationskette. Durch gezielte Manipulationen des Anfragecaches und der eingebauten Embed-Funktionalität gelang es, Datenbanksätze zu fälschen. Mithilfe eines speziellen Gadget in der Changeset-Funktionalität wurde temporär Administratorrechte erlangt. Abschließend ermöglichte die Ausnutzung von Hook-Mechanismen die Wiederaufführung von Anfragen unter Admin-Berechtigung, was schließlich die Installation eines Backdoor-Plugins und damit die vollständige Systemübernahme zur Folge hatte. Der gesamte Exploit wurde von der KI innerhalb von etwa zehn Stunden konstruiert. Aus Gründen der Sicherheit verzichteten die Forschenden zunächst auf die öffentliche Veröffentlichung. Stattdessen wurde der Schwachstelle verantwortungsvoll an die WordPress-Community übergeben, um Betroffenen Zeit für Patches zu geben. Die betroffene Software läuft auf schätzungsweise über 500 Millionen Instanzen weltweit, was die potenzielle Angriffsfläche enorm macht. Die Kosten für die KI-gestützte Analyse beliefen sich auf rund 25 US-Dollar, was die Kosteneffizienz automatischer Sicherheitsaudits unterstreicht. Die Untersuchung demonstriert, dass moderne Sprachmodelle in der Lage sind, komplexe, mehrstufige Exploit-Chains zu identifizieren und zu verketten, was zuvor ausschließlich hoch spezialisierten menschlichen Forschenden vorbehalten war. Gleichzeitig verschiebt sich die Rolle von Sicherheitsexpert:innen zunehmend hin zur strategischen Steuerung, Prompt-Engineering und Validierung der KI-generierten Ergebnisse. Für die Sicherheitsbranche bedeutet dies ein beschleunigtes Rüstungswettrennen zwischen Angreifenden, die KI-Modelle nutzen, und Verteidigenden, die ihre Scan- und Monitoring-Systeme entsprechend anpassen müssen. Searchlight Cyber bietet betroffenen Kund:innen bereits frühzeitige Detection-Regeln an, während WordPress selbst aufgefordert ist, den Sicherheitscode der Batch-API umgehend zu überarbeiten.

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