KI treibt Wachstum und Arbeitsplätze in Kanada voran
Kanada gilt als globaler Vorreiter in der künstlichen Intelligenz (KI), sowohl in Forschung und Talent als auch in öffentlicher Politik. Eine neue Studie, von Meta in Auftrag gegeben und vom Linux Foundation durchgeführt, zeigt nun, dass das Land besonders gut positioniert ist, diese führende Rolle in wirtschaftlichen Erfolgen, Produktivitätssteigerungen und Arbeitsplatzschaffung umzusetzen. Laut dem Bericht könnte generative KI allein die Produktivität der Arbeitnehmer um 8 Prozent steigern und innerhalb von fünf Jahren über 35.000 neue, innovationsbasierte Arbeitsplätze schaffen. Bis 2035 könnte KI das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Kanadas um bis zu 9 Prozent erhöhen, während jährlich bis 2030 bis zu 180 Milliarden Dollar zusätzlich entstehen könnten. Ein zentraler Schlüssel zur Realisierung dieses Potenzials sei der Einsatz von Open-Source-KI-Modellen, die Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – dabei unterstützen, KI schneller und kostengünstiger in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren. Die Studie zeigt, dass bereits 26 Prozent der kanadischen Unternehmen KI vollständig implementiert haben, was einen erheblichen Ausbaupotenzial aufzeigt. Fast 90 Prozent der Unternehmen, die KI nutzen, berichten von keiner Arbeitsplatzverluste, sondern vielmehr von einer Verschiebung hin zu anspruchsvolleren, höherwertigen Tätigkeiten. Open-Source-Modelle senken Entwicklungskosten, beschleunigen die Experimentierung und ermöglichen maßgeschneiderte Lösungen, was die Skalierung von KI-Anwendungen über Pilotprojekte hinaus erleichtert. Besonders bemerkenswert ist, dass kanadische Start-ups, die auf Open-Source-KI aufbauen, höhere Frühphasenbewertungen erreichen, da sie schneller auf den Markt kommen und geringere Entwicklungskosten haben. Der Bericht fordert daher, den Fokus stärker auf die praktische Umsetzung und kommerzielle Nutzung von KI zu legen. Dazu gehört die Förderung von Open-Source-Technologien, um Unternehmen schneller zu befähigen, KI einzusetzen, Fachkräfte mit praxisnahen Fähigkeiten auszubilden und öffentlich finanzierte Forschung in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu überführen. Durch Transparenz, Zugänglichkeit und Anpassungsfähigkeit kann Open Source die Kluft zwischen Kanadas wissenschaftlicher Stärke und deren wirtschaftlicher Umsetzung schließen. Branchen wie Finanzdienstleistungen, Fertigung, Energie, Gesundheitswesen, Landwirtschaft und der Startup-Sektor nutzen Open-Source-KI bereits erfolgreich, um Kosten zu senken, schneller zu skalieren und Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Experten sehen in der Studie eine klare Handlungsempfehlung: Kanada muss seine Forschungsführerschaft in wirtschaftliche Innovation umwandeln, indem es den Zugang zu KI-Technologien erleichtert und die digitale Kompetenz der Bevölkerung ausbaut. Die Kombination aus politischer Unterstützung, technologischer Transparenz und unternehmerischem Engagement könnte Kanada zu einem globalen KI-Cluster machen.
