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vor 2 Monaten
NVIDIA
GPU

Lutnick konfrontiert über Nvidia-Chipverkäufe nach China

Senator Chris Coons, Demokrat aus Delaware, forderte Handelsministerin Howard Lutnick in einem Brief zu den geplanten Verkäufen von Nvidia-Chips für künstliche Intelligenz nach China auf. Der Brief stellt eine direkte Reaktion auf Anhörungen im Unterausschuss für Haushalt des Senats dar, bei denen Lutnick zuvor geäußert hatte, die US-Regelung verbiete derzeit den Verkauf von H200-Chips an chinesische Unternehmen. Lutnick sagte bei einer Anhörung am 22. April, dass ihm kein Export solcher Chips an chinesische Firmen bekannt sei. Diese Aussage steht im direkten Widerspruch zu früheren Äußerungen von Jensen Huang, dem CEO von Nvidia. Huang erklärte im März öffentlich, dass Nvidia sowohl von der US- als auch von der chinesischen Regierung die Genehmigung erhalten habe, H200-Chips nach China zu liefern. Senator Coons wies Lutnick in seinem Schreiben am Donnerstag darauf hin, dass dessen Aussagen vor dem Komitee den Worten des Nvidia-Chefs widersprächen. Coons, der zudem Mitglied des Ausschusses für auswärtige Beziehungen ist, sendete den Brief wenige Wochen vor der geplanten Reise von Präsident Donald Trump nach China, um sich mit Präsident Xi Jinping zu treffen. Die aktuelle Debatte fand im Rahmen neuer Exportkontrollen der Trump-Administration im Jahr 2025 statt, die Nvidia verpflichtet, eine Lizenz für den Export von Chips nach China und anderen Ländern zu erhalten. Vor den restriktiveren Maßnahmen stammten bereits mindestens ein Fünftel des Umsatzes von Nvidias Rechenzentren aus China. Coons äußerte in dem Brief seine tiefgreifende Besorgnis über den Export von H200-Chips. Er betont, dass der Verkauf dieser Produkte an chinesische Firmen ein ernstes Risiko für die nationale Sicherheit und die wirtschaftliche Führungsposition der USA darstellt. Im Brief fordert Senator Coons die Handelsabteilung auf, innerhalb einer Woche umfassend zu antworten. Er verlangt konkrete Zahlen darüber, wie viele H200-Chips bisher eine Exportlizenz für China erhalten haben, wie viele tatsächlich versandt wurden und wie viele weitere im Plan der Handelsbehörde für eine Lizenzierung vorgesehen sind. Ein Sprecher des Handelsministeriums hat sich bisher nicht bereit erklärt, auf die schriftlichen Anfragen zur Kommentierung einzugehen. Die Situation zeigt die komplexen Spannungen zwischen technologischer Kooperation, wirtschaftlichen Interessen und geopolitischen Sicherheitsbedenken, die den Handel mit Hochleistungschips zwischen den USA und China prägen.

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