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OpenAI strebt mit Milliardeninvestitionen und möglicher Börse Profitabilität an – doch Skepsis bleibt.

OpenAI steht vor einer entscheidenden Phase, während sich die Debatte um seine Profitabilität zunehmend verschärft. Trotz eines beeindruckenden Wachstums – von 0 auf 20 Milliarden US-Dollar Umsatz in nur drei Jahren – bleibt die Frage, ob das Unternehmen seine riesigen Ausgaben von bis zu 1,4 Billionen Dollar jemals durch Einnahmen decken kann, zentral. Derzeit plant OpenAI eine Milliarden-Runde von 100 Milliarden Dollar, die die bisherige Rekordfinanzierung von 40 Milliarden im März 2025 übertreffen würde. Amazon, SoftBank und Nvidia gelten als potenzielle Investoren. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an einem Börsengang im Laufe des Jahres, um Zugang zu größeren Kapitalmärkten zu erhalten. Doch die Skepsis wächst: Deutsche Bank prognostiziert Verluste von 143 Milliarden Dollar zwischen 2024 und 2029, HSBC rechnet mit einem Finanzloch von 207 Milliarden bis 2030. Kritiker wie Charles Jaskel von New Vintage Partners sehen keine plausible Profitabilitätsperspektive, während George Noble OpenAI als „Cash Incinerator“ bezeichnete. Die Hauptlast der Ausgaben entfällt auf Rechenleistung (Compute): OpenAI hat Verträge für über 30 Gigawatt Kapazität abgeschlossen – fast ein Drittel des gesamten Industrieverbrauchs des vergangenen Jahres. CEO Sam Altman sieht dies als notwendige Investition, um technologische Führung zu sichern. Für Investoren wie Ethan Choi von Khosla Ventures ist die Zahl jedoch weniger beunruhigend: Von den 1,4 Billionen Dollar seien nur rund 600 Milliarden direkte Ausgaben von OpenAI, der Rest werde von Partnern bei der Datenzentrum-Infrastruktur getragen. Mit einer Schätzung von 14 Gigawatt Rechenleistung bis 2027 könnten laut Choi jährlich bis zu 140 Milliarden Dollar Umsatz erzielt werden, was die Investitionen rechtfertigen könnte. CFO Sarah Friar betont, dass Compute das knappste Gut im AI-Zeitalter sei und dass die Diversifizierung der Anbieter die Abhängigkeit reduziert. Dennoch bleibt die Kritik bestehen: Die Technologie entwickelt sich so schnell, dass Datenzentren schnell obsolet werden könnten. Zudem wächst der Wettbewerb – Google mit Gemini, Anthropic mit Claude und chinesische Open-Source-Modelle wie Qwen und DeepSeek drängen auf den Markt, oft mit besseren Kosten-Leistungs-Verhältnissen. Auch interne Unruhe ist spürbar: Ein „Code Red“-Memo im Dezember forderte Fokussierung auf ChatGPT, doch bereits zwei Monate später kündigt OpenAI neue Funktionen in Suchmaschinen, E-Commerce, Inhaltsmoderation und sogar eigene Chips an – ein Zeichen von Ausdehnung, nicht von Konzentration. Die Bewertung von OpenAI schwankt zwischen 750 und 830 Milliarden Dollar, doch viele Experten warnen: Bei dieser Bewertung müsse „viel richtig laufen“. Steve Brotman von Alpha Partners würde bei derzeitigen Kursen auf eine Investition verzichten, da das Risiko zu hoch sei. Der Erfolg hängt weniger von der technologischen Überlegenheit ab, sondern von der disziplinierten Kapitalallokation. Wie Altman selbst sagte: „Jemand wird eine phänomenale Menge Geld verlieren – und viele werden eine phänomenale Menge Geld verdienen.“ Die Entscheidung liegt nun bei den Märkten.

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