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Momentic erhält 15 Mio. USD für AI-gestützte Softwaretests

Die KI-Testing-Start-up Momentic hat 15 Millionen US-Dollar in einer Series-A-Finanzierungsrunde gesammelt, die von Standard Capital angeführt wurde und mit Beteiligung von Dropbox Ventures sowie bestehenden Investoren wie Y Combinator, FCVC, Transpose Platform und Karman Ventures erfolgte. Die Summe baut auf einer vorherigen Seed-Runde von 3,7 Millionen Dollar auf, die im März bekannt gegeben wurde. Momentic entwickelt intelligente Werkzeuge für die automatisierte Software-Tests und -Verifikation – ein Bereich, der bisher von Open-Source-Frameworks wie Playwright und Selenium dominiert wurde. Diese Tools bieten detaillierte Kontrollmöglichkeiten, sind aber oft komplex und schwer zu bedienen. Momentic setzt stattdessen auf KI, um den Testprozess vereinfacht und zugänglicher zu machen: Entwickler können kritische Benutzerflüsse in einfacher Sprache beschreiben, und die KI generiert automatisch die entsprechenden Testskripte. Gegründet wurde das Unternehmen von Wei-Wei Wu und Jeff An, beiden erfahrenen Entwicklertools-Experten mit Hintergründen bei Unternehmen wie Qualtrics und WeWork. Wu, der auch an der Entwicklung des Open-Source-Projekts Node.js mitgewirkt hat, sieht die Qualitätssicherung als die größte Herausforderung in jeder Entwicklerteam. Mittlerweile verfügt Momentic über 2.600 aktive Nutzer, darunter Unternehmen wie Notion, Xero, Bilt, Webflow und Retool. Obwohl konkrete Umsatz- oder Gewinnzahlen nicht genannt wurden, zeigte sich Wu überzeugt, dass das Wachstum die Investoren überzeugt habe. Ein besonderer Vorteil der KI-gestützten Automatisierung liegt in der Skalierbarkeit: Im vergangenen Monat wurden mehr als 200 Millionen Test-Schritte automatisiert – eine Menge, die man vorher mit manueller Testarbeit kaum erreicht hätte. Zudem hat Momentic im August die Unterstützung für mobile Umgebungen eingeführt und plant, künftig fortgeschrittene Testfall-Management-Funktionen zu entwickeln, sobald mehr Entwickler im Team sind. Trotz des Wachstums sieht Wu jedoch eine wachsende Konkurrenz in den Grundmodellen selbst: OpenAI und Anthropic bieten bereits Anleitungen für agenzienbasiertes Testen, das auf den fortschreitenden Fähigkeiten ihrer KI-Modelle basiert. Wenn diese Modelle weiter an Komplexität gewinnen, könnte sich der Markt für spezialisierte SaaS-Lösungen wie Momentic verengen. Doch Wu bleibt optimistisch: Mit der zunehmenden Automatisierung der Softwareentwicklung entstehen immer mehr Anwendungen – und damit auch eine steigende Nachfrage nach zuverlässigen Testlösungen. „Alle diese Apps brauchen Tests“, betont er. „Sie kümmern sich um Qualität – und wir werden sie dabei unterstützen.“ Industriebeobachter sehen Momentic als vielversprechenden Akteur in der sich schnell entwickelnden KI-Testing-Landschaft. Die Fähigkeit, komplexe Testprozesse mit natürlicher Sprache zu steuern, könnte eine Brücke zwischen Entwicklern und QA-Teams schaffen. Allerdings bleibt die langfristige Wettbewerbsfähigkeit abhängig davon, wie gut sich Momentic von den allgemeinen KI-Plattformen abhebt – insbesondere in Bezug auf Genauigkeit, Integration und spezifische Branchenbedürfnisse. Mit der neuen Finanzierung ist das Unternehmen gut aufgestellt, um seine Technologie weiter zu verfeinern und sich als führender Anbieter im Bereich automatisierter Softwarequalität zu positionieren.

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