UMichigan: OpenAI-Stake könnte Milliarden einbringen
Die Universität Michigan hat durch eine sehr frühe Investition von 20 Millionen Dollar in das Unternehmen OpenAI das Potenzial auf einen Gewinn im Milliardenbereich. Dieser Umstand ergibt sich aus Dokumenten, die im Rahmen des laufenden Rechtsstreits zwischen Elon Musk und OpenAI-CEO Sam Altman eingereicht wurden. Die Universitätsleitung legte dieses Kapital in einer der ersten Funding-Runden von OpenAI an, weit bevor Microsoft im Jahr 2019 Milliarden in den künstlichen Intelligenz-Labors investierte oder die Veröffentlichung von ChatGPT den modernen KI-Boom auslöste. Zwar bleiben die genauen vertraglichen Bedingungen der Beteiligung der Universität im Dokument unklar, doch die potenziellen Erträge sind beachtlich. Bei einem Einsatz von 20 Millionen Dollar setzte die Universität einen Zielbetrag für den Einlösungswert von 2 Milliarden Dollar fest. Dies bedeutet, dass die Institution einen Gewinnzielwert von 2 Milliarden Dollar von OpenAI anpeilt. Die Investition der Universität fiel in dieselbe frühe Finanzierungsphase wie 50 Millionen Dollar von Khosla Ventures und der Aphorism Foundation von LinkedIn-Mitbegründer Reid Hoffman. Weitere Investoren in dieser Runde waren ein Fonds von Y Combinator mit 10 Millionen Dollar und das Trust-Portfolio von Gmail-Erfinder Paul Buchheit mit 3 Millionen Dollar. Laut den vorliegenden Dokumenten werden die Universität Michigan und die anderen frühen Investoren bei der Ausschüttung von OpenAI vor Microsoft priorisiert. Zudem steigen die Zielbeträge dieser Investitionen jährlich mit der Inflation an. Weder die Universität Michigan noch OpenAI haben auf Anfragen nach Kommentaren seitens der Medien reagiert. Es ist für Stiftungsfonds von Hochschulen üblich, mit Venture-Capital-Firmen aus Silicon Valley zusammenzuarbeiten, direkte Beteiligungspakete sind jedoch seltener. Der Universität Michigan steht mit einem Gesamtvermögen von 21,2 Milliarden Dollar ein riesiges Stiftungsvermögen zur Verfügung, das bereits in die Venture-Capital-Fonds von Sam Altman und dessen Bruder Jack Altman investierte. Dan Feder, der die Venture-Capital- und Private-Equity-Investitionen der Universitätsstiftung leitet, äußerte sich im letzten Juni im Podcast von Jack Altman dazu. Er betonte, dass die Anlage von Risikokapital nur dann sinnvoll sei, wenn man Zugang zu den wirklich bedeutenden Unternehmen habe. Altman stimmte diesem zu und bezeichnete die Investition als sehr gut. Die Universität Michigan ist nicht die einzige Bildungseinrichtung, die durch eine frühzeitige Technologieinvestition enorme Gewinne erzielt hat. Bereits 2017 erzielte ein katholisches Gymnasium im Raum San Francisco einen Gewinn von 24 Milliarden Dollar durch den Börsengang des sozialen Netzwerks Snap. Diese Fälle unterstreichen, wie entscheidend strategische Frühinvestitionen in aufstrebende Technologieunternehmen für die finanzielle Zukunft von Stiftungen sein können.
