Der Hersteller humanoider Roboter Sunday bewertete sich auf 1,15 Milliarden US-Dollar und strebt die Entwicklung von Haushaltsrobotern an.
Der humanoider Robotik-Hersteller Sunday hat eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen, die dem Unternehmen einen Bewertungswert von 1,15 Milliarden US-Dollar einbrachte und es damit zum sogenannten Unicorn macht. Die am Donnerstag bekannt gegebene Serie-B-Runde brachte 165 Millionen US-Dollar Kapital ein und wurde vom Venture-Capital-Unternehmen Coatue Management angeführt. Weitere namhafte Investoren in dieser Transaktion sind Tiger Global, Benchmark und Bain Capital Ventures. Das Unternehmen, das im vergangenen Jahr aus der Anonymität trat, berichtet über eine Warteliste mit bereits 1.000 Interessenten. Sunday wurde von Tony Zhao und Cheng Chi gegründet und verfolgt das Ziel, einen humanoiden Haushaltsroboter namens Memo zu entwickeln. Dieser soll Nutzer bei alltäglichen Aufgaben unterstützen, wie zum Beispiel Wäschewaschen oder das Abräumen von Tischen. Experten arbeiten bereits seit Jahrzehnten daran, Roboter dieser Art zu realisieren, die oft als reale Version von Rosie, dem legendären Dienstmädchen aus der Zeichentrickserie „Die Jetsons", gesehen werden. Bisher blieben diese Bemühungen jedoch weitgehend erfolglos. Ein Hauptgrund dafür war das Fehlen von ausreichenden Trainingsdaten, um Robotern beizubringen, wie man zuverlässig Objekte unterschiedlichen Gewichts, verschiedener Texturen und unterschiedlicher Zerbrechlichkeit handhabt. Beispiele hierfür sind der Unterschied zwischen dem Greifen eines Handtuchs und einem Weinglas. Dank des raschen Fortschritts in der KI-Technologie erreichen derzeit jedoch neue Wellen robotischer Innovationen den Markt. Diese sollen zum wiederholten Male versuchen, den humanoiden Helfer ins Leben zu rufen. Sunday profitiert von diesen technologischen Durchbrüchen, da die verbesserten KI-Modelle die Notwendigkeit von komplexen und umfangreichen Datensätzen zur Schulung der Roboter-Steuerungen verringern. Die hohe Bewertung durch die Investoren spiegelt das große Vertrauen in die Machbarkeit und den Marktpotenzial solcher Haushaltsroboter wider. Die Einführung des Memo-Roboters zielt darauf ab, eine der langlebigsten Visionen der Robotik endlich zur Realität werden zu lassen. Während frühere Versuche oft an der physikalischen Unvorhersehbarkeit von Umgebungen und der Vielfalt der zu handhabenden Gegenstände scheiterten, soll die Kombination aus moderner KI und verbesserter Sensorik bei Sunday zu einer zuverlässigen Lösung führen. Die 165 Millionen US-Dollar aus der neuen Finanzierungsrunde werden voraussichtlich genutzt, um die Produktentwicklung voranzutreiben, die Produktion zu skalieren und die ersten Modelle an frühe Nutzer zu liefern. Die Reaktion des Marktes auf Sunday ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Technologie den Punkt erreicht hat, an dem der Traum von einem allgegenwärtigen Roboter-Assistenten greifbarer wird als je zuvor. Die Investoren sehen in Sunday einen führenden Akteur, der die Herausforderungen der Vergangenheit gemeistert hat und bereit ist, den nächsten großen Schritt in der Automatisierung des Haushalts voranzutreiben. Die Entwicklung von Memo könnte somit den Startschuss für eine neue Ära der Heimrobotik geben, in der humanoide Maschinen zu einem festen Bestandteil des täglichen Lebens werden.
