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PermitAI-Team bündelt US-Umweltgenehmigungsdaten

Das PermitAI-Team am Pacific Northwest National Laboratory hat zwei öffentlich verfügbare Werkzeuge vorgestellt, die den gesamten Lebenszyklus der bundesbehördlichen Umweltprüfung in den Vereinigten Staaten abdecken. Mit der aktualisierten Datenbank NEPATEC3.0 und dem Open-Source-Toolkit NEPA-MCP erhalten Nutzerinnen und Nutzer erstmals historischen und zeitgleichen Zugriff auf behördliche Genehmigungsentscheidungen sowie auf Live-Umweltdaten mehrerer Behörden. NEPATEC3.0 ist laut dem Projektteam die größte öffentlich zugängliche, georeferenzierte Sammlung von Dokumenten zur National Environmental Policy Act. Der GeoAI-Pipeline zufolge umfasst der Datensatz 188.000 Dokumente, über 630.000 Kartenbilder und 135.000 GeoTIFFs. Hinzu kommen mehr als 30 Text- und Bildmetadatentypen, die Vergleiche über verschiedene Dokumentarten hinweg erleichtern. Damit geht die Erweiterung deutlich über frühere Versionen hinaus: NEPATEC2.0 enthielt 140.000 Dokumente und 14 Metadatentypen, NEPATEC1.0 nur 26.000 Dokumente mit fünf Metadatenfeldern. Für Umweltfachleute, Behörden und Forschungseinrichtungen werde die geografische Verortung von Projekten direkt sichtbar, statt dass sie nur aus Texten rekonstruiert werden müsse. Ergänzend dazu steht NEPA-MCP als standardisierter Zugriffspunkt für laufende Prüfungen und aktuelle Regierungsdaten bereit. Das Toolkit aggregiert Informationen aus mehr als 20 Behördenquellen in einer gemeinsamen Schnittstelle und umfasst 23 MCP-Server mit 56 Tools. Nutzerinnen und Nutzer können Geodaten, rechtliche Zuständigkeiten, Gewässer, Wildtierlebensräume und weitere Ressourcen für ein geplantes Projektgebiet abfragen. Ziel sei es, die Zersplitterung behördlicher Datenquellen zu überwinden und Genehmigungsprozesse durch sofort nutzbare, kontextualisierte Informationen zu beschleunigen. Das Projekt entstand zunächst als Pilot des Energieministeriums zur Bündelung von NEPA-Entscheidungsdaten und wurde im Zuge bundesweiter Bemühungen zur Beschleunigung von Umweltprüfungen ausgeweitet. Bisherige Kooperationen mit dem Council on Environmental Quality, OpenAI, dem PNNL Center for Continuum Computing und Google zielen darauf ab, Datenstandards, Cloud-Speicherung und automatische Unterstützung bei repetitiven Arbeitsschritten zu erproben. Zugleich arbeitet PermitAI mit dem Permitting Council an einer breiteren Nutzung der neuen Ressourcen. Für die Öffentlichkeit könnten die neuen Werkzeuge das Genehmigungsverfahren transparenter machen, da sie historische Entscheidungen, räumliche Auswirkungen und mögliche Schutzmaßnahmen nachvollziehbar darstellen.

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