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vor 5 Tagen
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GPU

AMD-GPU: Treiber-Update führt zu Lüfterproblemen

Die im Mai veröffentlichte Grafiktreiber-Aktualisierung Adrenalin 26.5.1 von AMD hat bei Nutzern erhebliche Besorgnis ausgelöst. Das Update führt zu einem spezifischen Defekt der Zero-RPM-Funktion auf vielen modernen AMD-Grafikkarten. Normalerweise sorgt diese Technologie dafür, dass sich die Lüfter bei niedrigen Temperaturen und geringer Last vollständig stilllegen, um Geräusche und Verschleiß zu minimieren. Sobald eine bestimmte Temperaturschwelle überschritten wird, beispielsweise während des Gamings, fahren die Lüfter automatisch hoch, um die Kühlung sicherzustellen. Der Fehler tritt jedoch in einem kritischen Szenario auf: Nach dem Aufwachen des Bildschirms aus dem Energiesparmodus oder nach einem erneuten Einschalten bleibt die Zero-RPM-Funktion inaktiv, obwohl die Grafikdatenbank Temperaturen aufweist, die eine aktive Kühlung erfordern. Die Lüfter verbleiben abgeschaltet, was zu einem schrittweisen, aber schnellen Temperaturanstieg führt. Nutzer berichten, dass sie nicht sofort bemerken, dass die aktive Kühlung fehlt, was bei intensiven Anwendungen zu thermischer Drosselung, Leistungseinbußen und im schlimmsten Fall zu dauerhaften Schäden an der Hardware führen kann. Mehrere Nutzer, darunter der Redditor Evelyne-Tourneciel, haben denselben Fehler gemeldet. Besonders besorgniserregend ist die Lage in Regionen mit hohen Umgebungstemperaturen, da das Risiko einer Überhitzung hier deutlich steigt. Da AMD den Fehler noch nicht offiziell bestätigt oder ein entsprechender Patch bereitgestellt hat, sind betroffene Benutzer derzeit auf eigene Lösungen angewiesen. Der einfachste, jedoch umständlichste Workaround besteht darin, den Computer nach jedem Aufwecken aus dem Schlafmodus neu zu starten. Dies ist jedoch für den täglichen Betrieb sehr störend und ineffizient. Eine dauerhaftere, jedoch kostenintensive Lösung ist die Deaktivierung der Zero-RPM-Funktion vollständig. Dies stellt zwar sicher, dass die Lüfter immer drehen, verzichtet aber auf die Vorteile von Lärmreduzierung und verlängertem Lebensdauer der Hardwarekomponenten. Technisch versierte Nutzer haben erfolgreich versucht, den Treiber durch eine saubere Neuinstallation zu beheben. Dabei wird mit Drittanbieter-Tools wie Display Driver Uninstaller (DDU) eine vollständige Entfernung aller bisherigen Treiberreste empfohlen, gefolgt von der Installation einer frischen Treiber-Version. Eine weitere praktikable Alternative ist das Zurücksetzen auf eine ältere, stabilere Treiberversion wie Adrenalin 26.3.1, bei der dieser Fehler noch nicht aufgetreten ist. Nutzer müssen hierbei jedoch akzeptieren, dass sie möglicherweise auf neue Sicherheitsupdates oder Performance-Optimierungen verzichten, die in den neueren Updates enthalten sind. Trotz der zahlreichen Meldungen hat AMD bisher keine offizielle Stellungnahme zum Fehler abgegeben. Die am selben Tag erschienene Nachfolger-Version Adrenalin 26.5.2 enthält im Changelog keine Hinweise auf eine Behebung des Zero-RPM-Problems. Experten raten Nutzern, die denselben Fehler feststellen, diese Meldung direkt an AMD weiterzuleiten, um den Hersteller bei der Untersuchung und Entwicklung eines fixen Patches zu unterstützen. Bis zu einer offiziellen Lösung müssen Anwender entweder auf Workarounds zurückgreifen oder das Update auf der aktuellen Version ignorieren, um potenzielle Hardware-Schäden zu vermeiden.

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