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Meta entlässt 600 AI-Mitarbeiter im Zuge umfassender Umstrukturierung

Meta hat Milliarden in seine künstliche Intelligenz (KI) entwickelt, doch trotz dieser Investitionen kommt es nun zu einer massiven Stellenkürzung: Laut einem Bericht von Axios sollen rund 600 Mitarbeiter aus dem „Superintelligence-Labor“ entlassen werden. Die Kürzungen betreffen vor allem den langjährigen Forschungsverbund FAIR (Fundamental Artificial Intelligence Research), Produkt- und Infrastruktuteams im Bereich KI. Der Grund: Meta will eine „weniger bürokratische“ Struktur schaffen, um schneller und agiler zu arbeiten. In einem internen Memo erklärte der Chief AI Officer Alexandr Wang, dass die Reduzierung des Teams dazu führen solle, dass weniger Gespräche nötig seien, um Entscheidungen zu treffen, und dass jeder Mitarbeiter mehr Verantwortung und Einfluss übernehme. Die Aussage passt in die aktuelle Strategie des Unternehmens, das als „Jahr der Effizienz“ bezeichnet wird – eine verharmlosende Formulierung für die jüngsten Massenentlassungen. Trotz des massiven Engagements in KI, das sich in Milliardeninvestitionen, der Übernahme der KI-Infrastruktur-Plattform Scale AI für 14,3 Milliarden Dollar und einer jüngsten 27-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit Blue Owl Capital für den Bau des Hyperion-Datenzentrums in Louisiana niederschlägt, scheint Meta noch immer nicht zu wissen, wie seine KI-Strategie aussehen soll. Zuvor hatte das Unternehmen mit einem massiven Rekrutierungsdrang aufgefallen: Mehr als 50 KI-Forscher wurden von Wettbewerbern wie OpenAI oder Apple mit Millionengehältern und signierungsbezogenen Boni gewonnen. Doch viele der Neuzugänge gingen bereits nach kurzer Zeit wieder, weil ihnen fehlte, was sie suchten: Klarheit, Struktur und langfristige Vision. Laut dem Financial Times kündigte sogar langjährige Mitarbeiter, die jahrelang bei Meta arbeiteten, ihre Stellen. Die Struktur des Superintelligence-Projekts, das ursprünglich als zentrale Einheit für die KI-Entwicklung gegründet wurde, wurde innerhalb von Wochen aufgebrochen und in mehrere Teile aufgeteilt – ein Zeichen für interne Unstetigkeit. Gleichzeitig werden diejenigen, die nicht in die neue Struktur passen, entlassen. Dabei wurde den betroffenen Mitarbeitern angeboten, sich innerhalb des Unternehmens für andere Stellen zu bewerben. Ob aber eine echte Umorientierung vor dem Entlassungsgespräch stattfand, bleibt unklar. Die Kürzungen sind Teil eines größeren Musters: Meta investiert Milliarden in KI-Infrastruktur und -Talente, aber scheint nicht in der Lage zu sein, diese Ressourcen effektiv zu integrieren und zu nutzen. Die Mitarbeiter, die die Arbeit leisten, werden nun Opfer der organisatorischen Unsicherheit – während die Strategie weiterhin im Fluss ist. In der KI-Rennbahn zwischen Meta, OpenAI, Google und Anthropic zeigt sich, dass finanzielle Mittel allein nicht ausreichen. Klare Ziele, stabile Strukturen und langfristige Planung sind ebenso entscheidend. In diesem Sinne wirkt die jüngste Stellenkürzung weniger als Effizienzmaßnahme, sondern als Symptom einer tiefgreifenden strategischen Unentschlossenheit.

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