Ex-Google-Ingenieur verlässt Job für KI-Startup
Ex-Google-Ingenieurin gründet KI-Marktplatz nach Podcast-Erfolg Aashna Doshi, 23, hat ihre Stelle als Software-Ingenieurin bei Google in New York City aufgegeben, um sich voll ihrem eigenen KI-Startup Bounty zu widmen. Der Wechsel erfolgte im Mai 2025 und markiert den Höhepunkt einer strategischen Karrieredeklaration, die von einer parallelen Side-Project-Initiative geprägt war. Nach einem Vollzeitangebot aus Kalifornien hatte Doshi im Vorjahr bewusst eine Rolle in New York priorisiert, um sich in einem hart umkämpften Tech-Markt zu positionieren. Trotz zufriedenstellender Erfahrungen bei Google fehlte ihr die unternehmerische Freiheit und der direkte Einfluss auf Produktentscheidungen. Im frühen Jahr 2025 startete sie gemeinsam mit einem weiteren Ingenieur den Podcast 0 to 1. Das Format konzentrierte sich auf die Karrierewege von Fachkräften und Führungskräften aus der Technologiebranche. Innerhalb des ersten Jahres überschritt die Sendung 100.000 YouTube-Aufrufe und diente als effizientes Netzwerk-Tool. Durch die direkten Gespräche mit Gründern und Entscheidungsträgern von Unternehmen wie Amazon und Microsoft entstand die Basis für das neue Geschäftsmodell. Doshi nutzte die wachsende Reichweite, um sowohl Marktbedürfnisse zu validieren als auch eine vorgefertigte Zielgruppe aufzubauen. Das Resultat ist Bounty, eine marktbasierte KI-Lösung, die auf Ergebnisorientierung setzt. Unternehmen können konkrete Aufgaben wie Personalsuche, Kundenakquise oder Lead-Generierung ausschreiben und zahlen ausschließlich für verifizierte Ergebnisse. Die Plattform nutzt moderne KI-Tools zur Automatisierung und Verifizierung der Arbeitsleistung. Doshi begründet den Schritt mit dem aktuellen Zeitfenster für KI-Entwickler und dem Wunsch, nicht im Rückblick bereuen zu müssen, eine erfolgreiche Chance ausgelassen zu haben. Die bereits etablierte Podcast-Community dient als direkte Vertriebs- und Kommunikationskanal, was die Markteinführung entscheidend erleichtert. Finanziell bedeutet der Ausstieg aus der Beschäftigung bei Google einen erheblichen Verzicht. Bis zum offiziellen Launch generiert Bounty keine Einnahmen; Doshi bezieht ein Founder-Gehalt, das deutlich unter ihrem früheren Gehalt liegt. Auch der Podcast ist bisher noch nicht kommerziell nachhaltig, wobei Sponsoring-Modelle geplant sind. Doshi bewertet das Risiko jedoch als notwendig, um von sicherer Bequemlichkeit in den Bereich potenziell hoher unternehmerischer Wertschöpfung zu wechseln. Das Startup bewegt sich aktuell in der Pre-Launch-Phase und konzentriert sich auf die finale Produktentwicklung sowie die Skalierung der ersten Nutzerbasis.
