Nvidia kündigt für Gaming GPUs 1 Million Mal schnellere Pfadverfolgung an
Nvidia hat auf der Game Developers Conference 2026 massive Leistungssteigerungen bei der Pfadverfolgung in künftigen Grafikprozessoren angekündigt. Laut dem Unternehmen ist die aktuelle Hardware bereits zehntausend Mal schneller als die vorangegangene Pascal-Generation. In Zukunft wird die Leistung sogar eine Million Mal höher sein im Vergleich zur älteren RTX 10-Serie. Diese Vorhersage basiert auf der Strategie von Nvidia, künstliche Intelligenz und neuronales Rendering als zentrale Komponenten für den grafischen Fortschritt zu nutzen. John Spitzer, Vizepräsident für Entwickler- und Leistungstechnologie bei Nvidia, betonte während seiner Präsentation, dass das Moore'sche Gesetz sein Ende erreicht hat. Reine Verbesserungen der Siliziumstruktur allein könnten in seiner Lebenszeit nicht mehr ausreichen, um fotorealistische Visualisierungen zu erzeugen. Um eine Grafikqualität zu erreichen, die von der Realität kaum zu unterscheiden ist, sei eine hundert- bis tausendfach erhöhte Rechenleistung erforderlich. Hier setzt die KI als Katalysator an. Durch dedizierte RT- und Tensor-Kerne, die maschinelles Lernen direkt auf der GPU durchführen, werden Funktionen wie DLSS ermöglicht. Diese Technologien ermöglichen es, Bildinformationen präziser zusammenzusetzen, sowohl beim Skalieren als auch beim Generieren von Frames. Nvidia plant, neuronales Rendering zum Standard zu machen. Die künftigen Generationen von Spielen sollen so aussehen wie Filme, während sie dank der Echtzeit-Interpolation mehrerer Frames durch die KI flüssig laufen. Der nächste Meilenstein dieser Entwicklung soll mit der Rubin-Generation von GPUs erwartet werden, die zwischen 2027 und 2028 auf den Markt kommen könnten. Diese Hardware wird die Basis für die angekündigte Millionenfach-Steigerung bilden. Während die Liste der Spiele, die Pfadverfolgung unterstützen, rapide wächst, kündigte Nvidia bereits mit dem neuesten Add-on Resident Evil Requiem neue Titel an. Zur Veranschaulichung der neuen Fähigkeiten stellte Nvidia weitere Technologien vor, darunter ReSTIR, ein Algorithmus für räumlich-zeitliches Neusticheln, sowie RTX Mega Geometry. Als Beispiel diente ein technischer Demonstrator für das noch nicht veröffentlichte The Witcher 4. Die Szene enthielt über zwei Billionen Dreiecke und zeigte gleichzeitig realistische Vegetation und komplexe Lichtverhältnisse. Dies verdeutlicht das Potenzial der neuen Hardware und Software-Integration. Trotz des zunehmenden Wettbewerbs von Intel und AMD bleibt die RTX-Reihe von Nvidia die bevorzugte Hardware für Raytracing und Pfadverfolgung in Spielen. Seit der Einführung der Turing-Architektur und der RTX 20-Serie hat das Unternehmen erhebliche Fortschritte erzielt, wobei es primär auf KI und neuronales Rendering setzte, um die grafische Treue zu steigern, ohne die Performance zu opfern. Die Ankündigungen auf der GDC 2026 unterstreichen die strategische Ausrichtung von Nvidia, bei der KI nicht nur als Ergänzung, sondern als fundamentale Technologie für die nächste Ära des Gamings fungiert. Die Branche erwartet gespannt die Einführung der Rubin-GPUs, die diese Vision der extrem hohen Rechenleistung und Fotorealismus verwirklichen sollen.
