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vor einem Monat
Startup

Neurable lizenziert BCI-Technologie für Wearables

Neurable, ein Startup im Bereich der Brain-Computer-Interface-Technologie (BCI), plant die Lizenzierung seiner „Gedankenlesetechnologie" an Hersteller von Consumer-Wearables. Im Gegensatz zu invasiven Lösungen wie denen von Neuralink, die eine Operation erfordern, konzentriert sich Neurable auf nicht-invasive Methoden. Die Technologie nutzt EEG-Sensoren und KI-gestützte Signalverarbeitung, um die Gehirnaktivität zu messen und analysieren, ohne dass Nutzer in den Kopf eingreifen müssen. Anfang Dezember sicherte sich Neurable 35 Millionen US-Dollar in einer Series-A-Finanzierungsrunde, um die kommerzielle Nutzung seiner Technologie zu skalieren. In dieser Woche kündigte das Unternehmen an, seine Lösungen nun auch an externe Unternehmen zu lizenzieren. Das Ziel ist die Integration der Gehirnscann-Technologie in verschiedene Produktkategorien, darunter Gesundheits- und Sportartikel, Produktivitätstools und Gaming-Zubehör. Gemäß einer Pressemitteilung können Original Equipment Manufacturer (OEMs) die KI-gestützte Gehirn-Sensorik direkt in bestehende Hardware wie Kopfhörer, Hüte, Brillen oder Stirnbänder integrieren, wobei sie die volle Kontrolle über Produktdesign und Benutzererfahrung behalten. Neurable arbeitet bereits mit Partnern zusammen, um die Wirksamkeit zu testen. Dazu gehört HPs Marke HyperX, mit der ein Headset entwickelt wurde, das Gamer dabei unterstützen soll, ihre Leistung durch optimierte Konzentration zu steigern. Weitere Kooperationen bestehen mit iMotions, einem Spezialisten für Softwareplattformen zur Forschung menschlichen Verhaltens. Ramses Alcaide, CEO von Neurable, erklärte in einem Interview, dass das Unternehmen seine Strategie ändere. Während man früher stark auf einzelne, spezifische Partnerschaften setzte, um Anwendungen zu beweisen, konzentriere man sich nun auf die breite Skalierung der Technologie. Alcaide verglich das Potenzial der Technologie mit der Allgegenwärtigkeit von Herzfrequenzsensoren an Handgelenken. Angesichts der Intimität von Gehirn-Daten im Vergleich zu anderen Gesundheitsdaten hat der Datenschutz eine hohe Priorität. Alcaide betonte, dass die Nutzerdaten geschützt, verschlüsselt und anonymisiert werden. Das Unternehmen halte sich an HIPAA-Standards, die über das übliche Maß für Start-ups hinausgehen. Zur Nutzung der Daten für das Training der KI-Software sagte Alcaide, dies geschehe nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Nutzer und ausschließlich für spezifische Experimente, nicht willkürlich. Alcaide bezeichnet die derzeitige Phase der Neuro-Technologie als einen Wendepunkt, an dem erstmals ein skalierbares Geschäftsmodell existiert. Die Frage, was danach folgt, ist nun offen, doch die Strategie von Neurable zielt darauf ab, die Technologie als breit einsetzbares Werkzeug für verschiedene Branchen verfügbar zu machen.

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