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vor 2 Tagen
Generative KI

US Navy investiert 900 Millionen in U-Boot-Produktion

Die US-Marine hat eine Investition von 900 Millionen Dollar in automatisierte Fabriken angekündigt, um Bauteile für ihre modernsten Atom-U-Boote herzustellen. Angesichts eines akuten Mangels an Fachkräften, verzögerter Lieferzeiten und Kostenüberschreitungen bei Programmen wie der Columbia-Klasse wendet sich die Marineführung verstärkt der Automatisierung zu, um die Produktionskapazitäten zu steigern. Die erste hochautomatisierte Anlage, das Factory 4 in Alabama, wurde von der modernen Fertigungsgesellschaft Hadrian errichtet und vorige Woche eröffnet. Diese Einrichtung produziert Komponenten und Systeme für U-Boote der Columbia- und Virginia-Klasse. Marinechef John Phelan betonte bei der Einweihung, dass es sich hierbei um ein neues Modell handelt, bei dem Hadrian nicht nur einzelne Teile fertigt, sondern integrierte Produktionssysteme bereitstellt. Rohmaterial wird eingebracht und am Ende fertige, getestete Hardware ausgeliefert. Ein solches System ersetzt traditionell Dutzende von Zulieferern und kann kontinuierlich laufen. Hadrian setzt dabei auf KI-gestützte Automatisierung, um die Produktivität zu steigern und die Einarbeitung von Technikern auf unter 30 Tage zu verkürzen. Das Konzept der verteilten Schiffsfertigung sieht vor, dass weitere solcher Fabriken in verschiedenen Bundesstaaten entstehen. Dies entlastet die eigentlichen U-Boot-Werften, die sich nun auf den Zusammenbau der Schiffe konzentrieren können, während die Teilefertigung dezentralisiert stattfindet. Nach Angaben von Jason Potter, dem geschäftsführenden Stellvertretenden Marineminister für Forschung, Entwicklung und Beschaffung, verringern diese Anlagen Engpässe und haben einen erheblichen positiven Einfluss auf die Lieferzeit. Es wird erwartet, dass Factory 4 innerhalb von 18 bis 24 Monaten die volle Produktionsrate erreicht, wozu die Inbetriebnahme, die Qualifizierung der Komponenten und die Einhaltung strenger Sicherheitsstandards gehören. Die verstärkte Automatisierung im Marinewesen ist eine Priorität unter der zweiten Trump-Administration, die mehrere Initiativen zur Einführung von KI und fortschrittlicher Fertigungstechnologie vorantreibt. Im vergangenen Dezember startete die Marine das neue Shipbuilding Operating System (Ship OS), eine Investition von einer halben Milliarde Dollar. Dieses System, das auf der Plattform von Palantir basiert, soll die Anwendung von KI und Autonomie in der gesamten industriellen Basis beschleunigen. Erste Erfolge zeigen deutliche Verbesserungen: Bei General Dynamics Electric Boat in Connecticut wurde die Planung von U-Boot-Bauplänen von 160 manuellen Stunden auf unter zehn Minuten reduziert. Auch am Portsmouth Naval Shipyard in Maine verkürzte sich die Zeit für Materialüberprüfungen von mehreren Wochen auf weniger als eine Stunde. Das Ship OS wird nun auf zwei große Schiffbauer, drei öffentliche Werften und hundert Zulieferer ausgeweitet. Marinechef Phelan erklärte, dass die Technologie der Industrie ermöglicht, KI- und Autonomiewerkzeuge im großen Stil zu übernehmen, was zu besseren Zeitplänen, höherer Kapazität und geringeren Kosten führt. Ziel sei es, geschäftlich intelligenter zu agieren und die industrielle Kapazität aufzubauen, die die US-Marine und die Nation benötigen. Mit zwei weiteren geplanten Anlagen soll diese Strategie der verteilten Fertigung weiter ausgebaut werden, um die wachsenden Anforderungen der Marine zu erfüllen.

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