Salesforce streicht Jobs bei Exekutivwechsel
Salesforce hat Anfang des Monats eine Stellenkürzung vorgenommen, bei der weniger als 1.000 Positionen betroffen waren, wie eine mit den internen Informationen vertraute Person bestätigte. Mindestens neun Mitarbeiter gaben auf LinkedIn an, dass ihre Stellen abgeschafft wurden. Betroffen waren unter anderem Bereiche wie Marketing, Produktmanagement, Datenanalytik sowie das AI-Produkt Agentforce. Diese Informationen stammen aus LinkedIn-Beiträgen, Profilangaben und Aussagen von zwei Mitarbeitern gegenüber Business Insider. Die Entlassungen fallen in eine Phase intensiver Führungskräfteveränderungen: Seit Dezember traten fünf hochrangige Führungskräfte von Salesforce zurück, und das Unternehmen hat nun sechs neue Leitungsmitglieder ernannt, um die vakanten Positionen zu besetzen. Der CEO Marc Benioff hatte bereits im August bekanntgegeben, dass die Einführung von KI-Agenten dazu beigetragen habe, die Support-Belegschaft von 9.000 auf 5.000 Mitarbeiter zu reduzieren. Die aktuelle Stellenstreichung wird als Teil einer umfassenden Neuausrichtung des Unternehmens gesehen, die sowohl technologische Transformation als auch organisatorische Effizienz im Fokus hat. Die Maßnahmen spiegeln die Herausforderungen wider, die große Tech-Unternehmen in einer sich verlangsamenden Wirtschaft und einem zunehmend wettbewerbsintensiven AI-Markt bewältigen müssen. Gleichzeitig unterstreicht Salesforce seine strategische Ausrichtung auf KI-gestützte Automatisierung und Effizienzsteigerung. Die Kürzungen erfolgten trotz eines stabilen Umsatzwachstums und einer starken Marktposition in der Cloud-Software. Analysten sehen in den Entlassungen eine Vorbereitung auf eine neue Wachstumsphase, in der Innovation und Kostenkontrolle Hand in Hand gehen sollen. Die Führungsspitze unter Benioff setzt weiterhin auf eine KI-orientierte Transformation, wobei Agentforce als Schlüsselprodukt gilt, das Kunden- und Supportprozesse automatisieren soll. Die Stellenstreichungen im Marketing und Produktmanagement könnten darauf hindeuten, dass Salesforce die Ressourcen neu priorisiert und den Fokus auf Kernprodukte und skalierbare KI-Lösungen legt. Experten betonen, dass die Kürzungen nicht als Zeichen von Schwäche, sondern als strategische Anpassung an die neue Technologie-Ära gewertet werden sollten. Salesforce bleibt einer der führenden Player im CRM-Bereich, und die aktuelle Umstrukturierung könnte langfristig die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die Branche beobachtet die Entwicklung mit Interesse, da die Maßnahmen ein Muster für andere Tech-Unternehmen widerspiegeln, die gleichzeitig Innovation und Kostendruck bewältigen müssen.
