Meta von Verlagen wegen Urheberrechts verklagt
Berichten der New York Times zufolge haben die fünf Verlage Macmillan, McGraw Hill, Elsevier, Hachette und Cengage gemeinsam mit dem Autor Scott Turow Meta verklagt und werfen ihm vor, „einen der schwerwiegendsten Urheberrechtsverletzungen in der Geschichte begangen zu haben". In der Klageschrift heißt es, Meta habe ohne Genehmigung wiederholt Bücher und Zeitschriften dieser Institutionen kopiert und Inhalte gezielt von Piraterie-Websites wie LibGen, Anna's Archive oder Sci-Hub bezogen, um sie für das Training des Llama-Modells einzusetzen. Auch im Common-Crawl-Datensatz sollen sich laut Angaben zahlreiche nicht genehmigte urheberrechtlich geschützte Werke befinden. Als Beispiel führt die Klage an, dass nach Eingabe zweier kurzer Textpassagen aus dem Lehrbuch Calculus: Early Transcendentals von Cengage in Llama das Modell den weiteren Originaltext wortwörtlich wiedergab. Bereits zuvor hatten Autoren gegen Meta geklagt, was auf interne Diskussionen innerhalb des Unternehmens über die Reaktion auf Medienkritik zur Nutzung bekannter Piraten-Datensätze hindeutet. Zwar entschied ein Bundesrichter letztes Jahr zugunsten von Meta, wies jedoch ausdrücklich darauf hin, dass diese Entscheidung nicht bedeutet, dass die Verwendung urheberrechtlich geschützter Inhalte zum KI-Training rechtmäßig sei. Zuvor hatte Anthropic bereits eine vergleichbare Verstossfrage durch Zahlung einer Einigungssumme von 1,5 Milliarden US-Dollar beigelegt. Dave Arnold, Sprecher von Meta, erklärte dazu: „Das Gericht hat festgestellt, dass AI-Training als Fair Use gelten kann; wir werden uns energisch verteidigen."
