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Rivian-Chef: Autonomes Fahren bis 2030 selbstverständlich

Rivian-CEO RJ Scaringe prognostiziert, dass es bis 2030 unmöglich erscheinen wird, ein Auto zu kaufen, das nicht autonom fahren kann. In einem Interview mit der „No Priors“-Podcastreihe betonte er, dass selbstfahrende Technologie in Zukunft nicht mehr als Option, sondern als zwingendes Merkmal eines Fahrzeugs gelten werde. „Ich denke, bis 2030 wird es völlig inconceivable sein, ein Auto zu kaufen, das nicht selbst fahren kann“, sagte Scaringe. Er fügte hinzu, dass diese Entwicklung möglicherweise sogar früher eintreten könnte – das Unternehmen strebe eine noch schnellere Umsetzung an. Vergleiche mit früheren Fahrzeugausstattungen wie Airbags oder Klimaanlage, die einst als Zusatzleistungen galten, verdeutlichen nach seiner Ansicht, wie sich technologische Standards innerhalb kurzer Zeit verändern können. „In einigen Jahren wird es schwer vorstellbar sein, ein Auto zu kaufen, das nicht automatisch dich zum Flughafen bringt oder deine Kinder von der Schule abholt“, so Scaringe. Die Vision des Rivian-Chefs geht über reines autonome Fahren hinaus: Er träumt von Fahrzeugen, die selbstständig Aufgaben wie Einkäufe erledigen oder Ersatzteile bestellen können. Rivian positioniert sich als einer der wenigen US-amerikanischen Hersteller, der aktiv in die Entwicklung selbstfahrender Elektrofahrzeuge investiert – neben Tesla, Waymo (Alphabet) und Ford. Doch die Konkurrenz ist global stark: Chinesische Hersteller wie BYD, XPeng und Baidu haben bereits erhebliche Marktanteile in Asien und anderen Regionen erobert. Im Jahr 2025 erzielte Rivian einen Umsatz von 5,39 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Lieferung von 42.247 Fahrzeugen an Kunden wurde in der Quartalsmitteilung bestätigt. Derzeit ist die R2-SUV-Modellreihe im Fokus: Als das günstigste Elektrofahrzeug des Unternehmens mit einem Preis von 45.000 Dollar soll es ab dem zweiten Halbjahr 2025 ausgeliefert werden. Trotz des positiven Umsatzwachstums sank der Aktienkurs nach der Veröffentlichung der Zahlen um 5 Prozent, erholte sich aber in der After-Hours-Handelssitzung um rund 15 Prozent. Insgesamt ist die Aktie im vergangenen Jahr um etwa 12 Prozent gestiegen. Industrieanalysten sehen Scaringes Aussage als realistische, wenn auch ehrgeizige Vision. „Die Technologie ist bereits weit fortgeschritten, und die Akzeptanz wächst“, kommentierte ein Experte für autonome Mobilität. „Wenn die Infrastruktur und Regulierung mithalten, könnte 2030 tatsächlich ein Wendepunkt sein.“ Rivian bleibt dabei ein aufstrebender Akteur, dessen Erfolg von der schnellen Markteinführung der R2 und der Weiterentwicklung der Autonomie-Funktionen abhängt.

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