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Anthropic strebt 2028 mit 70 Milliarden Umsatz an

Anthropic plantet, bis 2028, Umsätze von bis zu 70 Milliarden US-Dollar zu erzielen und dabei einen Cashflow von 17 Milliarden Dollar zu generieren, berichtet The Information unter Berufung auf Quellen mit Kenntnis der internen Finanzpläne des KI-Unternehmens. Diese beeindruckenden Prognosen basieren auf einer raschen Akzeptanz der Geschäftslösungen von Anthropic, insbesondere im B2B-Bereich. Im vergangenen Monat hatte Reuters bereits berichtet, dass der Umsatzvolumen des Unternehmens im nächsten Jahr mehr als verdoppelt, möglicherweise sogar nahezu verdreifacht werden könnte. Anthropic strebt an, bis Ende 2025 einen jährlichen Laufzeitumsatz (ARR) von 9 Milliarden Dollar zu erreichen und im Jahr 2026 zwischen 20 und 26 Milliarden Dollar anzustreben. Für dieses Jahr erwartet das Unternehmen Umsätze von 3,8 Milliarden Dollar aus dem Verkauf von Zugriffen auf seine KI-Modelle über eine API – doppelt so viel wie OpenAI, das nach Angaben von The Information 1,8 Milliarden Dollar aus API-Verkäufen erzielen soll. Der spezialisierte Code-Modus Claude Code soll bereits annähernd 1 Milliarde Dollar jährlich generieren, nachdem er im Juli bei rund 400 Millionen Dollar lag. In den letzten Wochen hat Anthropic seine strategische Ausrichtung auf Unternehmen deutlich verstärkt. So arbeitet das Unternehmen eng mit Microsoft zusammen, um seine Modelle in Microsoft 365 und Copilot zu integrieren. Zudem hat Anthropic seine Partnerschaft mit Salesforce ausgeweitet und plant, seinen KI-Assistenten Claude an Hunderttausende Mitarbeiter von Deloitte und Cognizant auszuliefern. Technologisch hat Anthropic in den vergangenen zwei Monaten kleinere, kosteneffizientere Modelle vorgestellt – Claude Sonnet 4.5 und Claude Haiku 4.5 –, die sich besonders für den skalierbaren Einsatz in Unternehmen eignen. Zudem erweiterte das Unternehmen seine Angebote mit „Claude for Financial Services“ und der neuen Funktion „Enterprise Search“, die es Unternehmen ermöglicht, alle internen Anwendungen mit Claude zu verbinden. Die starke Wachstumsdynamik könnte Anthropic erneut zu einer Kapitalaufnahme verleiten. Zuletzt hatte das Startup im September 13 Milliarden Dollar bei einem überzeichneten Finanzierungsrunden eingesammelt, was eine Bewertung von 170 Milliarden Dollar erbrachte. Sollte es erneut investieren, könnte es sich ein Ziel zwischen 300 und 400 Milliarden Dollar setzen, so The Information. Die erwarteten 17 Milliarden Dollar Cashflow im Jahr 2028 sind ein Indikator für eine zunehmende finanzielle Stabilität, obwohl Cashflow nicht identisch mit Gewinn ist. Anthropic hat derzeit offene Verbindlichkeiten in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar (Kreditlinie) und 1,5 Milliarden Dollar (Copyright-Schadensersatz). Dennoch erwartet das Unternehmen, dass die Bruttomarge in diesem Jahr auf 50 Prozent steigt und bis 2028 auf 77 Prozent anwächst – ein dramatischer Sprung von der negativen 94 Prozent im Vorjahr. Im Wettbewerb mit OpenAI, das aktuell mit 500 Milliarden Dollar bewertet wird, verfolgt Anthropic eine klare B2B-Strategie, während OpenAI auch auf den Endverbraucher setzt – mit 800 Millionen wöchentlichen Nutzern. OpenAI rechnet mit 13 Milliarden Dollar Umsatz in diesem Jahr und einer Marke von 100 Milliarden Dollar bis 2027. Doch im Gegensatz zu Anthropic erwartet OpenAI erhebliche Verluste: Die Cash-Burn-Rate soll 2026 bei 14 Milliarden Dollar liegen und bis 2029 auf 115 Milliarden Dollar ansteigen, da das Unternehmen massiv in Infrastruktur investiert. Industrieanalysten sehen in Anthropics Prognosen eine signifikante Veränderung im KI-Ökosystem. Die Fähigkeit, innerhalb weniger Jahre von negativen Margen zu über 70 Prozent Bruttomarge zu wechseln, sei beispiellos und unterstreicht die Effizienz der Geschäftsmodelle. Die Partnerschaften mit Microsoft und Deloitte stärken die Position als strategischer KI-Partner für globale Unternehmen. Gleichzeitig wirft die massive Finanzierung und die hohen Wachstumsziele Fragen nach der Nachhaltigkeit und der langfristigen Rentabilität auf. Anthropic ist mittlerweile nicht mehr nur ein KI-Start-up, sondern ein potenzieller Wettbewerber für die etablierten Tech-Giganten – mit einem Fokus auf Skalierbarkeit, Kosteneffizienz und B2B-Integration.

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