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Server-CPU-Lieferengpässe in China treiben Preise in die Höhe

Intel und AMD erleiden laut Berichten von Reuters erhebliche Lieferengpässe bei ihren Server-CPU-Produkten in China. Mehrere Kunden erhielten von beiden Herstellern Warnungen, dass Lieferzeiten um mehrere Monate verzögert werden könnten. Während AMD bei einigen Modellen Lieferzeiten von acht bis zehn Wochen angibt, sollen bei Intel Verzögerungen von bis zu sechs Monaten auftreten. Diese Engpässe führen bereits zu steigenden Preisen: So soll der Preis für Intel’s Xeon-Chips um bis zu 10 Prozent angehoben worden sein, wobei die endgültige Kostenstruktur weiterhin von individuellen Verträgen abhängt. Die Ursache liegt in der rasant wachsenden Nachfrage nach Rechenleistung, getrieben von der KI-Revolution und dem massiven Ausbau von Datenzentren. Die Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory (HBM) steigt so stark, dass prognostiziert wird, dass Datenzentren 2026 bis zu 70 Prozent aller Speicherchips verbrauchen werden. Dies hat dazu geführt, dass Hersteller ihre Produktionskapazitäten zunehmend auf profitablere Märkte wie KI-Infrastruktur umstellen, wodurch auch andere Bereiche – von RAM-Modulen und Grafikkarten bis hin zu Smartphones, Smart TVs und Fahrzeugen – unter Engpässen leiden. Ein weiterer Treiber der Nachfrage ist der Aufstieg agenter KI-Systeme, die nicht nur leistungsstarke GPUs für die Verarbeitung benötigen, sondern auch leistungsfähige CPUs für die Steuerung und Ausführung von Aufgaben. Hyperscaler investieren daher nicht nur in Tausende von GPUs, sondern erhöhen gleichzeitig ihre Bestellungen an Server-CPU’s, um die Infrastruktur für agente-basierte Anwendungen aufzubauen. Diese unerwartet hohe Nachfrage hat die Produktionskapazitäten von Intel und AMD überfordert, obwohl beide Unternehmen ihre Fertigungskapazitäten ausbauen. Intel erklärte, dass das Lagerbestand im ersten Quartal auf dem niedrigsten Niveau seit Jahren lag, betonte aber, dass Maßnahmen ergriffen würden und eine Verbesserung der Versorgung ab dem zweiten Quartal bis 2026 erwartet wird. AMD betonte hingegen sein Vertrauen in die globale Lieferkette, insbesondere durch starke Partnerschaften wie die mit TSMC. Dennoch bleibt die Realität: Kunden müssen ihre Investitionspläne verschieben und warten, bis ihre Bestellungen erfüllt werden. Branchenexperten sehen die Situation als Indiz für eine strukturelle Umverteilung der Chipproduktion hin zu KI-orientierten Anwendungen. Die Knappheit zeigt, dass die Welt auf dem Weg in eine neue Ära der Rechenleistung ist – und dass die Infrastruktur nicht schnell genug aufholen kann. Intel und AMD stehen unter Druck, ihre Fertigungskapazitäten zu erhöhen, während gleichzeitig die Nachfrage nach leistungsfähigen Server-Chips weiter steigt.

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