Meta entlässt 10 Prozent seiner Mitarbeiter
Meta plant den Abbau von rund 10 Prozent seiner Belegschaft, was einer Entlassung von etwa 8.000 Mitarbeitern entspricht. Diese Ankündigung geht auf ein Memo der leitenden Personalarbeiterin Janelle Gale zurück, das Bloomberg veröffentlichte. Parallel zu den Entlassungen will das Unternehmen rund 6.000 offene Stellen streichen, um den Personalbestand signifikant zu reduzieren. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit den enormen Investitionen von Meta in den Bereich der künstlichen Intelligenz, für die hohe Summen zur Anwerbung von Spitzenkräften und zum Bau von Rechenzentren aufgewendet werden. Die strategische Verschiebung zeigt sich deutlich im geplanten Investitionshaushalt. Meta kündigt für das Jahr 2026 Kapitalkosten in Höhe von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar an, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den 72,22 Milliarden US-Dollar, die für 2025 veranschlagt wurden. Diese Aufstockung soll vor allem die Arbeiten des Meta Superintelligence Labs sowie das Kerngeschäft unterstützen. Bereits zu Beginn des Jahres hatte das Unternehmen kleinere Stellenstreichungen in Bereichen wie Recruiting, Social Media und Vertrieb angekündigt sowie Einschnitte von etwa 10 Prozent in der Sparte Reality Labs vollzogen. Janelle Gale begründet die Maßnahmen mit dem Ziel, das Unternehmen effizienter zu führen und die Mittel für weitere Investitionen freizusetzen. In ihrem Schreiben führte sie aus, dass dies kein einfacher Kompromiss sei und bedeute, dass Mitarbeiter entlassen werden, die während ihrer Zeit bei Meta bedeutsame Beiträge geleistet hätten. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte die Richtigkeit der Meldung gegenüber Bloomberg, verzichtete jedoch auf weitere Kommentare. Die betroffenen Mitarbeiter werden am 20. Mai informiert. Gale erkannte an, dass diese Ungewissheit in den vergangenen Wochen für alle sehr belastend gewesen sei und ergänzte, dass erst später im Mai mehr Details bekannt gegeben werden könnten, da die internen Details noch geklärt werden. Die aktuellen Entwicklungen folgen früheren Berichten, die ebenfalls von Entlassungen im Mai ausgehen. Zudem wurde bereits im März gemeldet, dass Meta in Erwägung zog, 20 Prozent oder mehr der Belegschaft abzubauen, ein Szenario, das bisher nicht in dieser Form umgesetzt wurde. Reuters deutete zudem an, dass weitere Kürzungen für die zweite Hälfte des Jahres 2026 geplant sein könnten, was auf eine langfristige Konsolidierungsstrategie des Technologiekonzerns hindeutet. Die genauen Umsetzungsmodalitäten werden jedoch erst im Laufe des Monats Mai finalisiert sein. Die Unternehmensführung unterstreicht damit die Priorität der KI-Entwicklung, auch wenn dies kurzfristig mit erheblichen personellen Veränderungen und sozialen Härten einhergeht.
