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Warsh: KI-Weg holprig, KI steigert langfristig Wohlstand

Bei den Jahrestagungen von IWF und Weltbank in Bangkok hat sich Kevin Warsh, Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve, am Freitag zuversichtlich über die langfristigen wirtschaftlichen Folgen von Künstlicher Intelligenz geäußert. In einem Gespräch mit IWF-Chefin Kristalina Georgieva sagte er, KI werde Volkswirtschaften, die die Technologie gezielt einsetzen, produktiver und wohlhabender machen. Den Übergang beschrieb er jedoch als sehr holprig; die unmittelbaren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt seien derzeit noch unklar. Gleichzeitig bezeichnete er die Entwicklung als potenziell hochgradig folgenreich für die kommenden zehn Jahre. Die Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund einer verschärften Geldpolitik der Fed. Die Notenbank hatte im September die Zinsen auf eine Spanne von 3,75 Prozent bis 4 Prozent angehoben, die erste Erhöhung seit 2023. Vor dem anstehenden Treffen am 27. und 28. Oktober beginnt eine Kommunikationsperiode, in der Vertreter der Fed üblicherweise keine marktbewegenden Äußerungen tätigen. Warsh verwies darauf, dass sich die globale Konjunktur seit der Septemberentscheidung weitgehend im Rahmen der Erwartungen der Zentralbank bewegt habe. Für die kommende Sitzung wollte er sich nicht auf eine Entscheidung festlegen lassen und betonte, keine Entscheidungen vorab zu bewerten. Die Finanzmärkte bewerten die Lage differenziert. Laut CME FedWatch taxieren Händler eine Wahrscheinlichkeit von 72,3 Prozent, dass die Fed die Zinsen bei der Oktobersitzung unverändert lässt. Für das Dezembermeeting erwartet die Mehrheit der Marktteilnehmer hingegen eine Anhebung um 25 Basispunkte.

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