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vor einem Monat
AMD

AMD-Aktien steigen um 12 % trotz Unternehmensnews

Die Aktien von AMD stiegen am Freitag um zwölf Prozent, obwohl das Unternehmen keine neuen geschäftlichen Meldungen bekannt gab. Die Rallye wurde vor allem durch die positiven Signale des Konkurrenten Intel getriggert. Nachdem Intel eine überraschend starke Prognose für das zweite Quartal vorgelegt hatte, reagierten die Märkte mit einem Kursanstieg von 23 Prozent. Dies markierte ein Meilenstein, da der Marktwert von Intel erstmals seit der Dotcom-Blase im Jahr 2000 die Marke von 400 Milliarden Dollar überstieg. Die positive Stimmung breitet sich auf den gesamten Halbleitersektor aus. Analysten sehen nun eine generelle Verbesserung der Lage für CPU-Hersteller und Anbieter von Rechenzentrumsausrüstung. Atif Malik von der Citigroup hob die Bewertung von Intel auf „Kauf" an, da das Unternehmen nun von einem zweistelligen Wachstum bei Server-CPU-Einheiten bis 2026 ausgeht. Dies stellt eine deutliche Korrektur früherer Prognosen dar. Auch Suji Desilva von Roth Capital erhöhte das Kursziel für Intel erheblich und stellte es auf das Niveau seiner KI-Infrastrukturkonkurrenten wie AMD, Marvell und Krio ein. Doch nicht alle Analysten sind zuversichtlich, dass Intel den Kampf um Marktanteile unbeschadet bestehen wird. Tom O'Malley von Barclays warnte davor, dass Intel Marktanteile an den Konkurrenten AMD verlieren könnte. In einem pessimistischen Szenario berechnet er ein Kursziel von 40 Dollar, sollte der Wettbewerbsdruck zunehmen. Aktuell liegt die Intel-Aktie jedoch deutlich höher bei rund 81 Dollar. Der gesamte Halbleitermarkt bewegt sich derzeit wie ein außer Kontrolle geratener Zug. Die sektorspezifischen ETFs sind in den vergangenen 18 Sitzungen an 17 Tagen gestiegen. Der VanEck Semiconductor ETF (SMH) ist in diesem Monat bereits um mehr als 30 Prozent angewachsen. Die Optionsmärkte spiegeln diese Euphorie wider. Die sogenannte implizite Volatilität steigt, was bedeutet, dass der Handel mit Optionen immer teurer wird. Trader kaufen vermehrt Aufruf-Optionen (Call-Optionen), um auf weitere Kurssteigerungen zu setzen. Besonders auffällig ist das Verhalten bei Memory-Aktien wie Micron und Sandisk, die stark von der Nachfrage der KI-Rechenzentren profitieren. Hier übersteigt das Volumen der Kauf-Optionen das der Verkaufsoptionen bei weitem. Eine Ausnahme bildet zwar der Branchenführer Nvidia, dessen Optionskosten aufgrund einer vergleichsweise langsameren Kursentwicklung niedriger sind. Dennoch haben auch hier große Trader aktiv Positionen aufgebaut. Ein Händler kaufte beispielsweise Call-Optionen auf Nvidia mit einem Schwellenwert von 230 Dollar, was auf eine erwartete weitere Wertsteigerung von rund 13 Prozent hindeutet. Die Einnahmen von Nvidia stehen erst Mitte Mai an. Die aktuelle Dynamik zeigt, dass Investoren trotz gestiegener Bewertungen bereit sind, Risiken einzugehen. Die optimistischen Aussichten für KI-Infrastruktur und die erhoffte Erholung im Bereich der Serverprozessoren treiben den Sektor an, wobei AMD als direkter Nutznießer der positiven Branchentrends fungiert, selbst ohne eigene Ankündigungen.

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