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Meta-CIO ruft entscheidende Reality-Labs-Versammlung an

Meta-Cheftechnologe Andrew Bosworth hat einen besonders wichtigen All-Hands-Meeting für die Reality Labs am 14. Januar angekündigt und ihn als „wichtigsten“ des Jahres bezeichnet. Der CEO der Abteilung, die für die Entwicklung von Wearables, Virtual und Augmented Reality sowie eine junge Roboter-Initiative verantwortlich ist, fordert zudem eine persönliche Teilnahme der Mitarbeiter – eine Seltenheit in einer Einheit, die in den vergangenen Jahren zunehmend remote arbeitete. Laut zwei internen Quellen haben einige Manager Mitarbeiter sogar aufgefordert, ihre laufenden Projekte zu unterbrechen, um vor Ort zu erscheinen. Meta hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Treffen geäußert. Die Reality Labs sind seit 2020 eine finanzielle Belastung für Meta, mit Verlusten von über 70 Milliarden US-Dollar. Zwar verzeichnete die Abteilung mit den Ray-Ban Smart Glasses einen marktfähigen Erfolg, doch insgesamt blieb der Fokus auf den Metaverse-Visionen, der in den letzten Jahren zunehmend in Frage gestellt wurde. 2024 setzte CEO Mark Zuckerberg die strategische Ausrichtung des Unternehmens neu: Der Fokus rückte von der Metaverse-Entwicklung auf künstliche Intelligenz (KI) und die Skalierung von KI-Infrastruktur. Dazu gehörte die Investition von 14,3 Milliarden US-Dollar in die KI-Firma Scale AI und die Rekrutierung ihres CEOs Alexandr Wang. Gleichzeitig startete Meta eine massive Rekrutierung von KI-Experten aus Konkurrenzunternehmen wie OpenAI und Google DeepMind. Parallel dazu wurden die Reality Labs massiv gestutzt. Im Dezember 2024 planten sie Budgetkürzungen von bis zu 30 Prozent und mögliche Stellenstreichungen. Bereits im April 2024 hatte Meta den Gaming-Teil von Oculus Studios und das Team hinter dem VR-Fitness-App „Supernatural“ abgewickelt – ein Schritt, der nach der umfassenden Entlassung von fast 4.000 Mitarbeitern im Januar 2025 folgte, darunter mindestens 560 aus der Reality Labs. In einem internen Memo aus dem Vorjahr hatte Bosworth 2025 als „kritischste“ Phase seines achtjährigen Engagements in der Abteilung bezeichnet: „Dieses Jahr bestimmt, ob diese Arbeit als Vision der Pioniere oder als legendäres Fehlurteil in die Geschichte eingehen wird.“ Die dringende Aufforderung zur physischen Anwesenheit bei der allgemeinen Versammlung deutet auf eine strategische Wende hin – möglicherweise eine letzte Gelegenheit, die Vision der Reality Labs zu retten, oder die Vorbereitung auf eine tiefgreifende Neuausrichtung. Die Beobachter sind gespannt, ob Bosworth die Abteilung neu beleben oder endgültig auf die KI-Strategie ausrichten wird. Industrieexperten sehen das Treffen als möglichen Wendepunkt: „Wenn Bosworth hier keine klare neue Richtung vorgibt, könnte das die endgültige Absage für die Reality Labs bedeuten“, sagt ein Branchenanalyst. Meta, gegründet 2004 als Facebook, ist ein globaler Tech-Riese mit Schwerpunkt auf sozialen Medien, Werbung und KI. Die Reality Labs, gegründet 2014 als Oculus, waren einst das Herzstück der Metaverse-Strategie. Doch nach jahrelangen Verlusten und strategischen Umstellungen steht ihre Zukunft auf der Kippe.

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