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OpenAI verschiebt Hardware-Debüt mit Jony Ive auf Februar 2027

OpenAI hat in einem Gerichtsverfahren erstmals einen konkreten Zeitplan für das bisher geheimnisvolle Hardware-Produkt vorgelegt, das im Zusammenhang mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive entwickelt wird. Laut einer am Montag eingereichten Aussage des OpenAI-Vizepräsidenten Peter Welinder wird das erste Hardware-Gerät erst nach Ende Februar 2027 an Kunden ausgeliefert. Dieser Zeitpunkt übertrifft die zuvor genannte Erwartung eines Produktlaunches im zweiten Halbjahr 2026, die im Rahmen einer Rede bei den Weltwirtschaftsforum in Davos genannt wurde. Die neue Angabe stammt aus einem Rechtsstreit mit dem Startup Iyo, das OpenAI im vergangenen Jahr wegen des Markennamens „io“ verklagt hatte. Nachdem ein Gericht eine vorläufige Verfügung erlassen hatte, die OpenAI das Nutzen des „io“-Namens untersagte, entfernte das Unternehmen sämtliche Hinweise auf die Zusammenarbeit mit Ive von seiner Website und einem Promovideo. In der neuen Gerichtsunterlage betonten OpenAI-Anwälte, dass das Unternehmen den Markennamen „io“ für zukünftige Hardwareprodukte nicht mehr verwenden werde. Die Entscheidung sei Folge einer Neubewertung der Markenstrategie im Kontext bestehender OpenAI-Brands. Daraufhin wurde der geplante Anhörungstermin im April 2026 als „unnötig und unpraktisch“ eingestuft. Die Entwicklungen verdeutlichen, dass OpenAI nicht nur mit rechtlichen Herausforderungen, sondern auch mit der Markenidentität seines Produkts kämpft. Die geheimnisvolle Natur des Geräts hat Spekulationen über dessen Form und Funktion befeuert. Möglichkeiten reichen von Smart-Glasses und Earbuds bis hin zu einem intelligenten Stift. Ein am Wochenende kursierendes Video, das als Teaser für das Gerät galt, wurde von OpenAI als „völlig gefälscht“ zurückgewiesen. Ein vorübergehend veröffentlichter Reddit-Beitrag hatte behauptet, das Video sei ein abgebrochener Werbefilm für Earbuds mit Schauspieler Alexander Skarsgård. Bisher gibt es jedoch keine offiziellen Hinweise auf die technischen Spezifikationen oder den Einsatzbereich des Geräts. Die Übernahme von Ive’s Firma io Products im Vorjahr für rund 6,5 Milliarden US-Dollar war ein Signal für OpenAI, in die Hardwareentwicklung einzusteigen – ein Schritt, der die Firma von einer reinen Software- und KI-Plattform zu einem integrierten Technologiekonzern machen könnte. Doch die rechtlichen Hürden und die langwierige Entwicklung lassen vermuten, dass das Projekt komplexer ist, als zunächst angenommen. Branchenexperten sehen in der Verzögerung nicht zwangsläufig ein Versagen, sondern eine strategische Vorsicht. „OpenAI muss sicherstellen, dass das Gerät nicht nur technisch herausragend ist, sondern auch rechtlich und markenrechtlich sicher ist“, sagt ein Analyst aus dem Tech-Sektor. „Die Verzögerung könnte sogar eine Stärke sein – ein Produkt, das unter Druck entsteht, riskiert Fehler. Hier scheint eine ruhige, sorgfältige Entwicklung im Vordergrund zu stehen.“ Die Zusammenarbeit mit Ive, der für Design-Exzellenz bekannt ist, wird als entscheidender Faktor für den Erfolg angesehen, doch bleibt die Frage offen, ob das Gerät die Erwartungen der Konsumenten und der Branche erfüllen wird.

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