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AI-Revolution: Geschwindigkeit statt Grundunterschied, sagt Goldman-Chef Solomon

David Solomon, CEO von Goldman Sachs, sieht die KI-Revolution nicht als radikal neue Entwicklung, sondern als eine beschleunigte Fortsetzung der technologischen Transformationen, die bereits seit Jahrzehnten Arbeitsplätze und Geschäftsmodelle verändern. In einem Interview mit CNBCs „Squawk Box“ betonte er, dass Technologie immer wieder die Zusammensetzung der Belegschaft und die Arbeitsweise beeinflusst habe – doch diesmal sei der Tempo-Sprung deutlich größer. Die rasante Entwicklung von KI führe möglicherweise zu mehr Volatilität und Unsicherheit bei bestimmten Berufsfunktionen, so Solomon. Innerhalb von Goldman Sachs erwarte er daher eine weitere Verschiebung im Mix aus Ingenieuren und Fachkräften, die mit der Technologie arbeiten. Trotz dieser Herausforderungen sieht Solomon in der KI eine Chance zur Erweiterung der Investitionskapazitäten und zum Wachstum des Unternehmens in den kommenden drei bis fünf Jahren. Er betonte die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft: „Am Ende des Tages haben wir eine unglaublich flexible, agile Wirtschaft. Wir können uns anpassen – ja, es werden sich Berufsfunktionen verändern, aber ich bin begeistert davon.“ Parallel zu diesen Aussagen hat Goldman Sachs in einer internen Mitteilung eine „begrenzte Reduzierung von Stellen“ angekündigt und die Personalwachstumsbeschränkung bis Ende des Jahres festgelegt. Dieser Schritt ist Teil eines umfassenden Umbaus des „OneGS“-Programms, der nun als „OneGS 3.0“ neu aufgelegt wurde. Ziel ist die tiefgreifende Integration von Künstlicher Intelligenz in sämtliche Geschäftsprozesse – von der Kundenaufnahme über Risikomanagement bis hin zur internen Effizienzsteigerung. Durch die Automatisierung und Vereinfachung komplexer Abläufe soll die Produktivität erhöht und die operative Effizienz gesteigert werden. Solomon hob hervor, dass fast jeder CEO, mit dem er spreche, sich intensiv mit der Frage beschäftige, wie Geschäftsprozesse neu gedacht und automatisiert werden können – eine Entwicklung, die er als positiven Impuls für das wirtschaftliche Wachstum bewertet. Die KI-Transformation sei kein kurzfristiges Phänomen, sondern ein struktureller Wandel, der Banken und Unternehmen zwingt, sich neu zu erfinden. Industrieexperten sehen in der Strategie von Goldman Sachs einen Trend, der sich in der Finanzbranche weiter ausbreiten wird. Die Kombination aus KI-Integration und gezielter Personalanpassung zeigt, dass traditionelle Banken nicht nur reagieren, sondern aktiv gestalten. Goldman Sachs positioniert sich damit als Vorreiter in der digitalen Transformation – mit einem Fokus auf Effizienz, Skalierbarkeit und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

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