Über die Hälfte der Sicherheitsbehörden nutzt manuelle Datenübertragung trotz steigender Cyberbedrohungen.
Mehr als die Hälfte der nationalen Sicherheitsorganisationen in den USA und Großbritannien setzt weiterhin auf manuelle Prozesse zur Übertragung sensibler Daten, obwohl die Cyberbedrohungen rasant zunehmen. Laut einer neuen Studie des Cybersecurity-Unternehmens Everfox, die im Oktober 2025 unter 500 IT- und Sicherheitsentscheidern aus Regierung, Verteidigung und kritischen Infrastrukturen in beiden Ländern durchgeführt wurde, geben 84 % der Befragten an, dass der Austausch sensibler Daten zwischen Netzwerken das Cyberrisiko erhöht. Gleichzeitig nutzen 53 % weiterhin manuelle Methoden wie USB-Sticks oder E-Mail-Übertragungen – ein gravierender Widerspruch zu den Anforderungen an Geschwindigkeit und Sicherheit im digitalen Kampfbereich. Die Zahlen verdeutlichen die dringende Notwendigkeit eines neuen Sicherheitsansatzes: Nationale Sicherheitsbehörden waren im Jahr 2025 durchschnittlich 137 Mal pro Woche Ziel von Cyberangriffen – ein Anstieg von 127 im Vorjahr. In den USA stieg die Angriffsrate um 25 % gegenüber dem Vorjahr, was die besondere Dringlichkeit unterstreicht. Mit der Digitalisierung des Kriegsszenarios wird die Fähigkeit, Daten sicher und in Echtzeit zu teilen, entscheidend für operative Vorteile. Doch viele Organisationen sind durch veraltete Infrastrukturen, fehlende Standardisierung und starre Sicherheitsprotokolle behindert. Dave Wajsgras, CEO von Everfox, betont: „Der Kampfbereich verändert sich – Daten sind heute das entscheidende Kampfmittel. Der Vorteil geht an jene, die Daten sicher und schnell nutzen können. Dafür braucht es einen neuen Sicherheitsrahmen, der datenzentrierte Schutzmechanismen, Zero Trust und Cross-Domain-Lösungen integriert.“ Die Studie plädiert für einen Paradigmenwechsel: Statt sich nur auf Netzwerksicherheit zu verlassen, müssen Systeme entwickelt werden, die Daten selbst schützen – unabhängig von ihrem Standort oder der Übertragungsmethode. Die Kombination von Zero Trust, Data-Centric Security (DCS) und Cross Domain Solutions (CDS) ermöglicht sichere, nahezu Echtzeit-Übertragungen zwischen sensiblen Systemen und Alliierten, ohne die Integrität oder Vertraulichkeit zu gefährden. Industrieexperten sehen in den Ergebnissen eine Warnung: „Die Abhängigkeit von manuellen Prozessen ist ein gravierendes Sicherheitsrisiko“, so ein Analyst aus dem Verteidigungssektor. „Ohne automatisierte, sichere Datenübertragung kann kein echter Missionsvorteil erzielt werden – besonders in Zeiten von KI-beschleunigten Angriffen.“ Everfox positioniert sich als Anbieter von Lösungen für hochsensible Umgebungen und betont, dass seine Plattformen darauf ausgelegt sind, sowohl Sicherheit als auch Effizienz zu maximieren. Die Ergebnisse des CYBER360-Berichts unterstreichen, dass der Schutz der Daten, die die Sicherheit der Gesellschaft schützen, nicht länger auf traditionelle Methoden beschränkt bleiben darf.
