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Generative KI

Acti setzt KI-Agenten direkt in Smartphone-Tastaturen ein

Das in Singapur ansässige Startup Acti hat kürzlich eine KI-gestützte Tastatur für iOS und Android vorgestellt, die über traditionelle Text vervollständigung hinausgeht. Statt nur Wortvorschläge zu liefern, agiert die neue Software als Schnittstelle, die Nutzern ermöglicht, direkte Aktionen innerhalb bestehender Apps wie E-Mail, Messaging oder sozialen Netzwerken auszuführen. Gründer und CEO Young Wang, der zuvor ein Jahrzehnt bei Baidu verbrachte und dort die Facemoji-Tastatur auf über 300 Millionen monatliche aktive Nutzer brachte, identifiziert die Fragmentierung von Nutzerkontexten über verschiedene Apps hinweg als zentrales Marktproblem. Acti positioniere sich als plattformübergreifende Ebene, die den eigentlichen Kontext bündele und so die Grundlage für die nächste Generation von KI-Agenten schaffe. Der technische Kern basiert auf den Sprachmodellen von Google Gemini, die wegen ihrer Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit, multilingualen Fähigkeiten und Kosteneffizienz ausgewählt wurden. Ein Hauptmerkmal ist das sogenannte Skills-Feature, das nutzerdefinierten Shortcuts entspricht. Über eine dedizierte Tastenkombination lassen sich mehrstufige Abläufe automatisch starten, etwa das Übersetzen einer Nachricht oder das sofortige Teilen eines Meeting-Links. Die Erstellung dieser Automatisierungen erfolgt vollständig ohne Programmierkenntnisse durch einfache Sprachbefehle. In Vorlaufphasen wurden innerhalb weniger Wochen über tausend solcher Skills generiert, die privat genutzt oder in einem öffentlichen Marktplatz geteilt werden können. Der Fokus liegt zudem stark auf dem Datenschutz. Acti setzt konsequent auf einen local-first-Ansatz, bei dem persönliche Kontextdaten standardmäßig auf dem Endgerät verbleiben. Externe Verarbeitungsanfragen erfolgen ausschließlich auf explizite Nutzeranweisung, wobei keine privaten Nachrichten oder Gesprächsverläufe gespeichert werden. Das Geschäftsmodell soll vorrangig durch Abonnements realisiert werden, die Zugang zu fortschrittlichen KI-Modellen, höheren Nutzungslimits und erweiterten Funktionen gewähren. Neben dem CEO umfasst das Team CTO Mike Sun, Mitbegründer der Cloud-Fotoplattform Yike Album, und CSO Junbo Yang, zuvor bei HashKey Capital tätig. Die Finanzierungsschlüssel sicherte sich Acti kürzlich mit einer Beteiligungsrunde in Höhe von 5,3 Millionen US-Dollar, angeführt von BITKRAFT Ventures. Die Anwendung ist ab sofort verfügbar und markiert einen strategischen Wechsel hin zur kontextuellen Integration von KI direkt in die alltäglichen Benutzeroberflächen.

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