BenchSci und Mila kooperieren für künstliche Intelligenz in der Arzneimittelentwicklung
BenchSci und das Mila-Quebec-Institut für künstliche Intelligenz haben eine mehrjährige Kooperation angekündigt, um die Anwendung von KI in der biologischen Inferenz voranzutreiben und die Entdeckung neuer Arzneimittel zu beschleunigen. Ziel des Projekts ist es, fortschrittliche prädiktive und generative Modellierungsansätze zu entwickeln, die die automatische Formulierung wissenschaftlicher Hypothesen und die Vorhersage von Experimentsergebnissen ermöglichen – ein entscheidender Schritt hin zu autonomen Forschungslabors. Die Zusammenarbeit verbindet BenchSci’s tiefgehendes Wissen über biologische Daten mit der weltweit führenden KI-Forschung von Mila, die in Montreal an der Spitze der Forschung im Bereich des tiefen Lernens steht. Die Teams arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von KI-Systemen, die in der Lage sind, komplexe biologische Daten zu verarbeiten, Muster zu erkennen und wissenschaftlich fundierte Hypothesen zu generieren, die über menschliche Kapazitäten hinausgehen. Liran Belenzon, CEO und Mitbegründer von BenchSci, betont, dass die Partnerschaft einen grundlegenden Wandel in der Arzneimittelentwicklung darstelle. „Wir bauen Systeme, die biologische Inferenz leisten – KI, die über Daten hinausdenken und wissenschaftliche Erkenntnisse in großem Maßstab generieren und validieren kann.“ Stéphane Létourneau, Exekutiv-Vizepräsident von Mila, unterstreicht, dass die Kooperation der Mission von Mila entspricht, die Grenzen der KI für wissenschaftliche Fortschritte zu erweitern, insbesondere in der biomedizinischen Forschung. Durch die enge Zusammenarbeit mit Mila erhält BenchSci Zugang zu einem Netzwerk exzellenter Forscher, die eng mit dem internen KI-Team von BenchSci zusammenarbeiten. Ihre Forschung wird direkt in die Weiterentwicklung der ASCEND-Plattform integriert, insbesondere in die Verbesserung der Biological Evidence Knowledge Graph (BEKG), der weltweit umfassendsten Karte der Krankheitsbiologie. Die Plattform ASCEND fungiert als skalierbarer KI-Partner für präklinische Forschungseinrichtungen und wird bereits von 16 der 20 größten Pharmakonzerne sowie über 4.500 Forschungszentren weltweit genutzt. Mit über 200 Millionen US-Dollar an Investitionen von renommierten Investoren wie Generation Investment Management, Google’s Gradient Ventures und TCV ist BenchSci ein führender Akteur im Bereich KI-gestützter biopharmazeutischer Forschung. Mila, gegründet von Yoshua Bengio, ist eine führende akademische Forschungseinrichtung mit über 1.500 Experten und spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von KI-Technologien in Bereichen wie Sprachmodellierung, Bilderkennung und generative Modelle. Die Kooperation zwischen BenchSci und Mila markiert einen bedeutenden Fortschritt auf dem Weg zu einer autonomeren, effizienteren und menschlich überlegenen Arzneimittelentwicklung. Fachleute sehen darin eine transformative Entwicklung: „Diese Partnerschaft zeigt, wie KI nicht nur Daten analysiert, sondern tatsächlich zur wissenschaftlichen Erkenntnis beiträgt“, sagt ein Experte aus der biotechnologischen Forschung. „Wenn KI lernen kann, biologische Zusammenhänge zu verstehen und Hypothesen zu generieren, könnte dies die Fehlrate in der Präklinik drastisch senken.“ Die Integration von Spitzenforschung mit praktischer Anwendung könnte die Entwicklung lebensrettender Medikamente in Zukunft erheblich beschleunigen.
