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AI-Shoppen treibt Weihnachtseinkäufe an – Walmart und Target reagieren

Immer mehr Konsumenten nutzen künstliche Intelligenz, um Geschenke für die Weihnachtszeit zu finden – und damit verändert sich der Einzelhandel grundlegend. Amrita Bhasin, 24, CEO einer Retail-Tech-Firma, verbrachte früher über 15 Stunden pro Jahr mit dem Geschenkekauf, doch dieses Jahr nutzte sie ChatGPT, um in kürzester Zeit passende Geschenke zu finden. Sie berichtet, dass die KI-Unterstützung die Shopping-Erfahrung entscheidend verbessert habe: „Ich fühle mich wie mit einem Verkäufer im Laden, der mir bessere Empfehlungen gibt.“ Bhasin ist nur eine von vielen, die AI-Plattformen wie ChatGPT, Google Gemini oder Perplexity nutzen, um Ideen zu finden, Preise zu vergleichen oder Marken zu entdecken, die sie sonst nicht kannten. Laut einer Salesforce-Studie könnten AI-gestützte Einkäufe in diesem Jahr weltweit 263 Milliarden US-Dollar an Umsatz generieren – 21 % aller Weihnachtseinkäufe. Untersuchungen von Visa und Zeta Global zeigen, dass zwischen 40 % und 83 % der Konsumenten in diesem Jahr AI für den Einkauf nutzen. Die AI-Verkehr auf US-Online-Shop-Seiten stieg zwischen November und Dezember um 760 %, wie Adobe berichtet. Kunden, die über generative AI auf Websites landen, sind 30 % wahrscheinlicher, etwas zu kaufen, und verbringen 14 % länger auf den Seiten – mit einer um 8 % höheren Umsatzgenerierung pro Sitzung. Die rasante Entwicklung zwingt große Einzelhändler wie Walmart, Target und Amazon, ihre Strategien neu zu überdenken. Walmart und Target haben Partnerschaften mit OpenAI geschlossen, um Kunden direkt innerhalb von ChatGPT zu kaufen – Walmart nutzt eine eigene KI-Unterstützung namens Sparky, Target bietet mit „Target Gift Finder“ eine conversationalen Suchfunktion an. Walmart setzt auf agente AI als Wachstumstreiber und erweitert Sparky um Funktionen wie Einkaufslisten für Partys. Target berichtet von höherer Engagement und größeren Warenkörben im Vergleich zum Vorjahr. Amazon hingegen geht einen anderen Weg: Es blockiert den Zugriff von externen Chatbots wie OpenAI, Google oder Meta auf seine Seite und hat sogar Perplexity AI eine Unterlassungsaufforderung geschickt – ein Schritt, den der Startup als „Erpressung“ bezeichnete. Stattdessen entwickelt Amazon eigene KI-Tools wie Rufus. Die digitale Marketinglandschaft verändert sich radikal: SEO wird durch AEO (Answer Engine Optimization) ergänzt. Marken wie PacSun, Ethique Beauty oder Lalo überarbeiten ihre Websites, um sie für AI-Plattformen lesbarer zu machen – mit detaillierteren Produktbeschreibungen, thematischen Blog-Beiträgen und Antwort auf konkrete Kundenfragen. Ethique Beauty etwa veränderte seine Inhalte, um auf Themen wie „Schuppen auf der Kopfhaut“ oder „Haare mit Locken pflegen“ einzugehen – was zu einem 90-prozentigen Umsatzanstieg über AI-Plattformen führte. Auch Target erkennt, dass 25 % seiner Suchanfragen nun beschreibend und conversational statt keywordbasiert sind. Trotz der Fortschritte gibt es aber auch Grenzen: Bei Tests zeigte Target’s Gift Finder wiederholte Links zu Geschenkguides statt konkreter Empfehlungen. Diana Tan aus Seattle gab nach mehreren enttäuschenden Interaktionen mit ChatGPT auf: „Es nimmt die Freude am Stöbern und Entdecken.“ Sie bevorzugt weiterhin physische Geschäfte wie Nordstrom Rack. Auch wenn AI bei spezifischen Suchanfragen überlegen ist, bleibt das spontane, emotionale Erlebnis des Einkaufens für viele weiterhin unersetzlich. Industrieexperten wie Kimberly Shenk von Novi sehen die Transformation als unaufhaltsam: „Marken sind überfordert, weil sie plötzlich nicht mehr wissen, ob sie sichtbar sind – und ihre klassischen Werbebudgets auf Meta oder Google versagen.“ Die Investition in AI-Optimierung ist hoch, doch die Ergebnisse sind oft wertvoller: Besucher, die über AI kommen, sind bereits informierter und entschlossener zum Kauf. Die Zukunft des Einkaufens liegt in der Kombination aus KI-Unterstützung und menschlichem Erlebnis – und diejenigen, die sich schnell anpassen, werden die Gewinner sein.

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