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Apple wechselt Strategie: Vision Pro zurückgestellt zugunsten von Smart Glasses

Apple beschleunigt die Entwicklung von Smartglasses und stellt die Arbeit an einer günstigeren Version des Vision Pro-Headsets ein, wie Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtet. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen nun auf den Ausbau seiner Smartglasses-Strategie, um mit Meta konkurrieren zu können. Zwei Versionen der Apple-Smartglasses sind in Entwicklung: eine displaylose Variante, die 2027 auf den Markt kommen soll, und eine mit integriertem Display, die ursprünglich für 2028 geplant war, aber nun beschleunigt wird. Beide sollen über Kameras, Lautsprecher, Sprachsteuerung und KI-basierte Funktionen verfügen – ähnlich wie die von Meta und Ray-Ban entwickelten Smartglasses. Die displaylose Version ähnelt den Ray-Ban Meta AI Glasses Gen 2, die bereits auf dem Markt sind und auf einer Verbindung zum Smartphone basieren. Sie setzen vor allem auf Kamerafunktionen, offene Audio-Unterstützung und künstliche Intelligenz für Computer Vision und Sprachbefehle. Die mit Display ausgestattete Version soll hingegen mit Funktionen wie Navigationsanweisungen, Nachrichtenbenachrichtigungen und Videoanrufen aufwarten – genau wie die Meta Ray-Ban Display-Gläser, die im September offiziell vorgestellt wurden. Diese haben einen kleinen Bildschirm in der rechten Linse und wurden von Kollegen als die besten Smartglasses bezeichnet, die bisher getestet wurden. Apple hat offenbar erkannt, dass Meta bereits einen erheblichen Vorsprung im Bereich der Smartglasses hat. Um diesen aufzuholen, hat das Unternehmen Teams von der Entwicklung der leichteren Vision Pro-Version abgezogen, um sie für die Smartglasses zu nutzen. Zudem hat Apple die Produktion des Original-Vision Pro reduziert, obwohl regulatorische Dokumente auf ein neues Modell hindeuten, das bereits im Laufe des Jahres erscheinen könnte – als „moderater Update“. Ein entscheidender Vorteil von Apple liegt in der tiefen Integration in sein bestehendes Ökosystem. Während Meta auf App-Integrationen über WhatsApp oder Instagram angewiesen ist, könnte Apple seine Smartglasses nahtlos mit dem iPhone, der Apple Watch und anderen Geräten verbinden. Funktionen wie das Übertragen von Fotos und Videos, die Nutzung von Siri oder eine blitzschnelle Gerätekommunikation wären dadurch deutlich reibungsloser. Dies könnte die Nutzbarkeit der Smartglasses erheblich steigern. Zudem bringt Apple Erfahrung in Datenschutz und benutzerfreundliche Schnittstellen mit. Die Frage bleibt, wie Apple die Bedienung gestalten wird. Meta nutzt zur Steuerung der Ray-Ban Display-Gläser eine Neural Band am Handgelenk, die Bewegungen über elektrische Signale erfasst. Apple könnte entweder eine ähnliche Hardware nutzen oder eine kamerabasierte, visionOS-ähnliche Handverfolgung in den kleinen Rahmen integrieren – eine technisch anspruchsvolle Herausforderung. Obwohl Apple im Smartglasses-Markt spät dran ist, hat es ein großes Potenzial, durch seine Ökosystem-Stärke, Benutzerfreundlichkeit und Datenschutz-Image den Markt zu beeinflussen. Mit einer beschleunigten Entwicklung und einem klaren Fokus auf KI, Integration und Design könnte Apple nicht nur mit Meta konkurrieren, sondern den Weg für die nächste Generation tragbarer Technologien bahnen. Die Zeit für Smartglasses scheint endlich reif – und Apple will nicht nur mitmachen, sondern mitentscheiden.

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