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vor 3 Tagen
Generative KI

To My Students

Brent A. Yorgey, Informatikdozent am Hendrix College, richtet sich mit einer offenen Nachricht an seine Studierenden, um sich zu den aktuellen Herausforderungen im Technologiebereich zu positionieren. In Zeiten eines als wahnsinnig empfundenen Softwaresektors und einer angespannten politischen Lage stellt er die berechtigte Frage, wofür er seine Schüler eigentlich ausbildet. Er wirft dem modernen Industriekurs vor, Qualität durch Quantität zu ersetzen, kurzfristige Gewinne über Nachhaltigkeit zu stellen und Technologie zum Zweck der Ablenkung, Überwachung oder Ausbeutung zu missbrauchen. Zudem kritisiert er die Etablierung historischer Vorurteile in trainierten Systemen sowie den verschwenderischen Ressourcenverbrauch für fragwürdige Anwendungen. Yorgey betont, dass sein eigenes Interesse an der Informatik ursprünglich von der Schönheit der Ideen, der Freude am Erschaffen und dem Wunsch, Menschen durch Werkzeuge zu verbinden, getrieben wurde. Er hofft, dass diese Werte bei seinen Studenten weiterhin präsent sind. In seiner Botschaft fordert er die Lernenden auf, sich nicht von der vorherrschenden Erzählung der Unvermeidbarkeit technischer Entwicklungen täuschen zu lassen. Er ermutigt sie, bewusste Entscheidungen zu treffen und eigene ethische Grenzen festzulegen, anstatt Prinzipien kurzfristigen Kompromissen zu opfern. Dazu gehört die Fähigkeit zum tiefen Denken, der Aufbau von störungsfreien Arbeitsumgebungen und der Mut, gegen den Druck zu bestehen, stets schneller produzieren zu müssen. Der Dozent legt großen Wert auf Handwerkskunst. Er rät dazu, Code zu refaktorisieren, bis er klar und elegant ist, und sorgfältige Dokumentation für andere Menschen zu schreiben. Sein oberstes Gebot ist es, Beziehungen, Gerechtigkeit und das Wohlergehen von Menschen höher zu bewerten als Profite, Codezeilen oder Produktivität. Er appelliert abschließend daran, sich von Liebe statt von Angst motivieren zu lassen. Im selben Zusammenhang veröffentlichte Yorgey eine klare Erklärung zu Large Language Models (LLMs). Er erklärt, dass er diese Technologie weder für seine eigene Arbeit noch aus anderen Gründen nutzen wird. Seine Entscheidung basiert auf der Ablehnung des massiven Einsatzes menschlicher Arbeitskraft zur Erstellung dieser Systeme sowie des verschwenderischen Verbrauchs knapper Ressourcen. Yorgey bezeichnet sich als Vegetarier im Bereich der generativen KI, da er bezweifelt, dass LLMs in vielen Anwendungen tatsächlich zum menschlichen Wohlergehen beitragen, selbst wenn sie technisch in der Lage sind, bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Er verweist dabei auf die Ansichten anderer Kritiker und seine eigenen akademischen Erfahrungen. Yorgey unterrichtet derzeit im Frühjahr 2026 diskrete Mathematik, funktionales Programmieren sowie ein Labor für die Grundlagen der Informatik. Er hat an der Hendrix College-Universität eine lange Liste von gelehnten Kursen, darunter Datenstrukturen und Algorithmen, sowie vorherige Lehrtätigkeiten an anderen renommierten Institutionen wie dem Williams College und der University of Pennsylvania zurückblickend dokumentiert. Seine pädagogische Laufbahn begann bereits an einem Highschool-College und umfasste verschiedene Bereiche von der Programmierung bis zur angewandten Mathematik. Durch diese öffentliche Selbstreflexion möchte Yorgey zeigen, dass akademische Lehre nicht nur technische Fähigkeiten vermittelt, sondern auch ethische Verantwortung und kritische Denkweisen fördert, die für die Zukunft der Branche unerlässlich sind.

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