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ChatGPT-Container now mit Bash, Paketinstallation und Datei-Download

ChatGPT hat in einer signifikanten Aktualisierung seine Container-Funktion erweitert, die nun nicht nur Python-Code ausführen, sondern auch Bash-Befehle, Installationen von Paketen über pip und npm sowie das Herunterladen von Dateien aus dem Internet ermöglicht. Diese Funktion, früher als „Code Interpreter“ bekannt und später in „Advanced Data Analysis“ umbenannt, ist nun deutlich leistungsfähiger und flexibler. Benutzer können nun direkt Bash-Befehle ausführen, was eine enorme Erweiterung der Möglichkeiten darstellt, da Bash die Grundlage für nahezu jede Systemoperation ist. Zusätzlich unterstützt ChatGPT nun auch JavaScript (via Node.js) sowie mehrere andere Sprachen wie Ruby, Perl, PHP, Go, Java, Swift, Kotlin, C und C++. Obwohl Rust und Docker noch fehlen, deuten die verfügbaren Registry-URLs auf zukünftige Erweiterungen hin. Ein zentrales neues Feature ist die container.download-Funktion, die es ermöglicht, Dateien von öffentlichen URLs herunterzuladen und im isolierten Container-Dateisystem zu speichern. Dies geschieht über einen internen Proxy (applied-caas-gateway1.internal.api.openai.org), der als intermediäre Schicht fungiert und die Paketinstallation über pip und npm ermöglicht, obwohl direkte Netzwerkverbindungen blockiert sind. Die Umgebungsvariablen wie PIP_INDEX_URL, NPM_CONFIG_REGISTRY und CAAS_ARTIFACTORY_* zeigen, dass OpenAI einen internen Artifactory-Server nutzt, der die Pakete aus einer kontrollierten Quelle bereitstellt. Dieser Mechanismus ist sicher, da die container.download-Funktion nur auf URLs reagiert, die entweder direkt vom Benutzer eingegeben wurden oder aus sicheren Suchergebnissen stammen – ein Schutz gegen Prompt-Injection-Angriffe. Die Funktionalität ist bereits in der kostenlosen Version verfügbar und wurde in einer Testsession mit einem Prompt zur Luftqualität in Los Angeles demonstriert. ChatGPT fand eine Excel-Datei über eine fehlerhafte URL, nutzte container.download, um sie herunterzuladen, und verarbeitete sie anschließend mit Python. Die Aktivitäts-Logs im „Thinking“-Panel bestätigen die echte Ausführung, was gegen Manipulation spricht. Industrieexperten sehen in dieser Entwicklung einen Meilenstein für künstliche Intelligenz in der praktischen Anwendung: „Das ist der Übergang von einer reinen Text-LLM zu einer echten, interaktiven Entwicklungsplattform“, sagt ein Softwarearchitekt bei einem führenden Tech-Unternehmen. Die Integration von Bash und Paketverwaltung macht ChatGPT zu einem leistungsfähigen Werkzeug für Datenanalyse, Automatisierung und Prototyping. Gleichzeitig wird kritisiert, dass OpenAI weiterhin keine ausreichende Dokumentation oder Release-Notes bereitstellt – ein Mangel, der die Nutzererfahrung beeinträchtigt. OpenAI sollte nun endlich eine klare Benennung für diese Funktion wählen – etwa „ChatGPT Dev Container“ – und die technischen Details transparent machen. Bis dahin bleibt die Funktion ein geheimnisvolles, aber äußerst leistungsfähiges Werkzeug, das die Grenzen zwischen KI und Entwicklungsumgebung weiter verwischt.

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