Generative AI-Markt wächst bis 2035 durch multimodale Inhaltscreation
Der globale Markt für generative KI-Modelle wird nach Angaben des Berichts „Generative AI Models Market Report 2025–2035“ von ResearchAndMarkets.com 2025 erstmals die Marke von 65 Milliarden US-Dollar überschreiten und sich bis 2035 weiter stark ausweiten. Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist die steigende Nachfrage nach multimodaler, automatisierter Content-Erstellung – inklusive Text, Bilder, Video und Audio. Branchen wie Werbung, Unterhaltung, E-Commerce und Gaming nutzen führende Modelle wie OpenAI’s GPT-4o, Google’s Gemini und Meta’s LLaMA, um personalisierte, skalierbare Inhalte schnell und effizient zu produzieren. Adobe’s Firefly zeigt dies eindrucksvoll: Mit Textprompts können Nutzer professionelle Grafiken und Designs generieren, was Produktionszeiten verkürzt und kreative Ressourcen entlastet. Dieser Effizienzgewinn treibt die Unternehmensadoption generativer KI voran. Trotz des starken Wachstums bleibt die hohe Rechen- und Betriebskostenlast eine zentrale Herausforderung. Die Entwicklung großer Grundmodelle wie GPT-4 oder Gemini 1.5 erfordert Milliarden Parameter, riesige Datensätze und leistungsstarke GPU-Cluster. Die Trainingskosten für GPT-4 werden auf mehrere Millionen Dollar geschätzt, während laufende Kosten für Inferenz, Feinabstimmung und Bereitstellung zusätzlichen Druck auf Budgets ausüben. Diese finanziellen Hürden behindern Start-ups und mittelständische Unternehmen bei der Innovation und schaffen Unsicherheit über die langfristige Nachhaltigkeit häufiger Modell-Updates – besonders bei steigenden Energiekosten, Cloud-Preisen und Hardwarekosten. Ein weiterer entscheidender Einflussfaktor ist die geopolitische Spannung, insbesondere durch US-Handelszölle auf Halbleiter und Elektronik aus China. Da generative KI stark von Hochleistungs-Computing-Infrastruktur abhängt – wie NVIDIA-A100- und H100-Chips, Server und Rechenzentren – führen Exportbeschränkungen und Zölle zu Störungen in globalen Lieferketten. Unternehmen reagieren mit einer Diversifizierung ihrer Lieferketten in Länder wie Vietnam, Mexiko und Indien. Gleichzeitig beschleunigen chinesische Tech-Unternehmen die Entwicklung eigener Chips und KI-Modelle, um eine autarke AI-Ökonomie aufzubauen. Dies führt zu einer zunehmenden Fragmentierung der globalen KI-Entwicklung: Einerseits westliche, von US-Allianzen getragene Systeme, andererseits parallele, regionalisierte Ökosysteme in China, Russland und Teilen des Globalen Südens. Für US-Unternehmen bedeuten Zölle erhöhte Kosten für Cloud-KI-Dienste und höhere Investitionen in Chip-Fertigung. Gleichzeitig treiben diese Herausforderungen nationale Investitionen in die Halbleiterindustrie an – unterstützt durch Initiativen wie das CHIPS and Science Act. Langfristig wird dies zu regionalisierten Modellentwicklungen, unterschiedlichen Datenregulierungen und einer Neuordnung der Recheninfrastruktur führen, die die Wettbewerbslandschaft nach geopolitischen Kriterien prägen wird. Der Bericht liefert detaillierte Prognosen bis 2035 für den globalen Markt sowie für fünf Regionen (Nordamerika, Europa, Asien-Pazifik, Lateinamerika, MEA) und 25 führende Länder wie USA, China, Indien, Deutschland und Japan. Zudem enthält er Unternehmensprofile von 15 Schlüsselspielern, um Marktchancen für etablierte Akteure und Markteinsteiger zu analysieren. Die Erkenntnisse helfen Unternehmen, lukrative Märkte zu identifizieren, strategische Investitionen zu planen und die Dynamik des sich wandelnden KI-Ökosystems zu verstehen. Industrieexperten sehen in der multimodalen Content-Erstellung den wichtigsten Wachstumstrieb, warnen aber vor den strukturellen Kostenbarrieren und der zunehmenden geopolitischen Polarisierung. Die Zukunft der generativen KI wird nicht nur von Technologie, sondern auch von Infrastruktur, Politik und globalen Lieferketten geprägt.
