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Roblox-Chef: AI-Forschung ist für alle herausfordernd

Roblox-CEO David Baszucki hat in einem Gespräch im „Access“-Podcast eingeräumt, dass selbst er als erfahrener Technik-Unternehmer mit der rasanten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) überfordert ist. Früher, in den Anfängen von Roblox 2005, konnte er noch nahezu alle relevanten Forschungspapiere in Bereichen wie Physik-Simulation und Rendering nachvollziehen, da die Technologien noch überschaubar waren. Doch mit dem Aufkommen der „horizontalen Welle“ der KI-Forschung – geprägt von bahnbrechenden Entwicklungen wie Transformers, Diffusionsmodellen und Weltmodellen – hat sich die Komplexität dramatisch erhöht. Heute, so Baszucki, ist es „höchst demütigend“ zu erkennen, wie schwer es ist, den Überblick zu behalten, selbst wenn man in der Branche tief verankert ist. Die KI-Forschung ist längst nicht mehr nur akademisch, sondern ein zentraler Wettbewerbsfaktor für globale Tech-Riesen wie Meta, Microsoft und Google. Diese Unternehmen haben eigene Forschungslabore aufgebaut und bieten Top-Forschern Milliardenbeträge, um sie zu binden. Gleichzeitig verlagert sich der Fokus von der Offenlegung zu einer stärkeren Geheimhaltung: 2023 kündigte Google an, die Veröffentlichung von KI-Forschung zu reduzieren, um geistiges Eigentum und Wettbewerbsvorteile zu schützen. Ein Google Brain-Mitarbeiter erklärte damals, dass es nun darum gehe, Wissen intern zu halten, um zu konkurrieren. Trotz der massiven Investitionen und der Skalierung von Rechenleistung – ein Trend, den OpenAI-Gründer Ilya Sutskever als „Rückkehr zur Forschungsära, nur mit großen Computern“ beschrieb – bleibt Baszucki skeptisch, ob die Branche bereits an der richtigen Stelle ist. Sein Fazit aus seiner tiefen Auseinandersetzung mit der aktuellen KI-Literatur: Die Entwicklung im 3D-Raum ist noch extrem jung. Er betont, dass KI-Modelle derzeit auf menschlich generierten Texten und Bildern trainiert werden, also auf „einer künstlichen Realität“, nicht auf der physikalischen, dreidimensionalen Welt selbst. Das sei ein fundamentaler Mangel, der die künftige Evolution von KI in virtuellen Umgebungen wie Roblox entscheidend beeinflusse. Industriebeobachter sehen in Baszuckis Aussage eine Bestätigung für die zunehmende Spezialisierung und Fragmentierung der KI-Entwicklung. Es ist nicht mehr möglich, die gesamte Forschungslandschaft zu überblicken – selbst für Führungskräfte mit tiefem technischem Hintergrund. Roblox, das sich auf interaktive 3D-Plattformen spezialisiert hat, könnte dadurch zu einem wichtigen Player werden, der KI mit realen räumlichen Daten verbindet. Die Fähigkeit, KI auf echte 3D-Physik und Umweltinteraktionen zu trainieren, könnte der nächste Sprung in der digitalen Realität sein – und Baszucki sieht darin die zentrale Herausforderung und Chance der nächsten Jahre.

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