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AGI-Begriff ist nach Amodei veraltet – KI übertrifft Menschen in manchen Bereichen

Daniela Amodei, Präsidentin und Mitbegründerin von Anthropic, hat kürzlich die Relevanz des Begriffs „künstliche allgemeine Intelligenz“ (AGI) in Frage gestellt. In einem Interview mit CNBC argumentierte sie, dass der Begriff mittlerweile zunehmend veraltet sei, da KI-Systeme in bestimmten Aufgaben bereits menschliche Leistungen übertreffen – etwa in der Softwareentwicklung, wo Anthropic’s Claude-Modell Code schreibt, das mit dem von vielen professionellen Entwicklern vergleichbar ist. „Das ist verrückt“, sagte Amodei, betont, wie schnell diese Fähigkeiten sich entwickelt haben. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass KI-Systeme weiterhin in grundlegenden menschlichen Fähigkeiten wie Verständnis von Kontext, emotionalem Urteil oder physischer Interaktion versagen. Diese Diskrepanz zwischen überlegenen Spezialleistungen und erheblichen Lücken in anderen Bereichen führt nach ihrer Ansicht dazu, dass die Vorstellung einer universellen, menschenähnlichen Intelligenz nicht mehr ausreicht, um die Entwicklung von KI zu beschreiben. Amodei kritisiert nicht den Begriff an sich, sondern dessen Verwendung als Endziel. „Ich denke, der Konstrukt selbst ist vielleicht nicht falsch, aber einfach veraltet“, sagte sie. Statt sich auf die theoretische Erreichung von AGI zu konzentrieren, plädiert sie für eine pragmatische Perspektive: Die entscheidenden Fragen seien nicht, ob KI menschenähnlich sei, sondern was sie tatsächlich leisten kann, wo sie versagt und wie sie in Organisationen und Gesellschaften sinnvoll eingesetzt werden kann. Sie betont, dass technologische Fortschritte weiterhin unaufhaltsam voranschreiten – „Nichts hält an, bis es aufhört“ –, doch die tatsächliche Integration in Unternehmen hänge von Faktoren wie Veränderungsmanagement, Beschaffung und der klaren Identifikation von Nutzen ab. Die Herausforderung liege daher nicht in der technischen Entwicklung, sondern in der Fähigkeit von Mensch und Institution, mit dieser Technologie Schritt zu halten. Ihre Aussagen spiegeln eine größere Trendwende in der KI-Industrie wider, in der immer mehr Unternehmen wie Anthropic, OpenAI oder Google DeepMind in Milliardeninvestitionen in leistungsstarke Modelle und Infrastruktur stecken. Während einige Experten weiterhin skeptisch sind, ob große Sprachmodelle jemals zu echter Allgemeiner Intelligenz führen werden, sieht Amodei keine Anzeichen für eine Verlangsamung. Stattdessen soll die Aufmerksamkeit von der Suche nach einem mythologischen Endziel auf die praktische Umsetzung und gesellschaftliche Integration von KI verlegt werden. Industrieexperten begrüßen die Verschiebung der Diskussion. „Amodeis Ansatz ist langfristig viel realistischer“, sagt ein KI-Experte von einem führenden Forschungsinstitut. „Die Welt braucht keine AGI, sondern funktionierende, verantwortungsvolle KI-Systeme.“ Anthropic, gegründet 2021 mit dem Ziel, sicherere und vertrauenswürdigere KI zu entwickeln, positioniert sich damit als Vorreiter einer ethisch fundierten KI-Entwicklung. Die Firma hat sich auf die Sicherheit und Kontrollierbarkeit von KI spezialisiert und arbeitet eng mit Regulierungsbehörden zusammen. Ihre Vision geht über die bloße technische Überlegenheit hinaus – sie zielt darauf ab, KI als Werkzeug für menschliche Fortschritte zu nutzen, ohne die Kontrolle zu verlieren.

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