HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

Inherent KI übertrifft OpenAI & Anthropic bei Replikation

Das in London ansässige KI-Labor Inherent, gegründet von Alumni des Google DeepMind, hat mit dem KI-Agenten Faraday einen Meilenstein in der automatisierten wissenschaftlichen Forschung gesetzt. Wenige Wochen nach dem Austritt aus der Geheimphase und einer abgeschlossenen finanziellen Erstausstattung in Höhe von 50 Millionen US-Dollar demonstriert das Startup, dass seine KI-Technologie etablierte Modelle von Anthropic und OpenAI bei der unabhängigen Reproduktion wissenschaftlicher Publikationen übertrifft. Faraday arbeitet dabei mit einem vergleichsweise kleinen Modell auf Basis von Qwen 3.6 mit 27 Milliarden Parametern und schlägt damit deutlich größere, rechenintensivere Systeme wie Claude Opus 4.8 oder GPT-5.5. Der eigentliche Fokus des Inherent-Teams liegt nicht ausschließlich auf der reinen Ergebnisgenauigkeit, sondern auf der Entwicklung eines intuitiven Forschungsverständnisses. Durch den Einsatz von Verstärkungslernen wurde der Agent trainiert, Experimente nicht nur nachzuvollziehen, sondern auch eigenständig deren wissenschaftlichen Wert und Methodik zu beurteilen. Co-Gründer und Chief Scientist Edward Hughes betonte, dass dieses Konzept des Forschungsgeschmacks für die langfristige Vision des Unternehmens entscheidend ist: KI-Systeme sollen nicht nur bestehende Erkenntnisse verifizieren, sondern aktiv zur Entdeckung neuen wissenschaftlichen Wissens beitragen. Um Effizienz zu gewährleisten, integriert Faraday externe Werkzeuge wie den GPT-5.5 Codex für Programmieraufgaben, statt proprietäre Lösungen aufzubauen. Strategisch positioniert sich Inherent als engagiertes Team mit Sitz im Londoner Stadtteil King’s Cross. Das Unternehmen setzt bewusst auf persönlichen Arbeitsverkehr und plant die Belegschaft bis Jahresende auf 20 bis 25 Mitarbeiter auszubauen. Angesichts der aktuellen Umstrukturierungen bei DeepMind und der starken Talentkonzentration in London könnte dies Inherent zu einer attraktiven Alternative für wechselwillige Forscher machen. Hughes nutzte die Gelegenheit zudem, öffentlich für die Abschaffung der britischen Garden Leave-Praxis zu plädieren, die den Wechsel von KI-Fachkräften zwischen konkurrierenden Unternehmen durch Karenzzeiten verzögert und im internationalen Vergleich US-Startups Wettbewerbsvorteile verschafft. Mit Faraday zeigt das Startup, dass gezielte Architektur und modernes Training bestehende Rechengewichte durch intelligente Methoden ersetzen können, während das Team bereits an der nächsten Generation autonomer wissenschaftlicher Agenten arbeitet.

Verwandte Links