Künstlicher Musikproduzent von The Chainsmokers wird Teil von Google
ProducerAI, ein KI-gestütztes Musik-Produktions-Tool, wird Teil von Googles Labs und erhält künftig Zugang zu Googles neuester KI-Technologie, darunter die Preview-Version des Musik-KI-Modells Lyria 3. Die Plattform, die im Juli 2025 als Nachfolger von Riffusion debütierte, ermöglicht Nutzern, mit einem KI-Agenten gemeinsam Sounds zu generieren, Lyrics zu entwickeln, Tracks zu remixen und sogar neue Instrumente auf Basis von Prompten zu erschaffen. Der Gründer und CEO Seth Forsgren betont, dass die Integration bei Google erst den Anfang einer viel größeren Entwicklung darstelle: „Wir kratzen gerade an der Oberfläche dessen, was diese Modelle künftig leisten können.“ Im Gegensatz zu herkömmlichen KI-Musiktools, die oft auf zufälliger Generierung basieren, legt ProducerAI den Fokus auf kontinuierliche, dialogbasierte Zusammenarbeit. Laut Elias Roman, Produktmanager bei Google Labs, ist der Schlüssel der Plattform die Interaktion mit einem intelligenten Agenten: „Es ist kein Werkzeug, bei dem man einen Prompt eingibt, den „Würfel“ dreht und etwas zufällig herauskommt. Gute Musik entsteht durch Prozess und Rückkopplung – genau das ist es, was ProducerAI ermöglicht.“ Die Plattform nutzt nun neben Lyria 3 für Musikgenerierung und Gemini für die Chat-Interaktion auch Googles Bildgenerationsmodell Nano Banana, um Album-Cover zu erstellen, sowie Veo für KI-generierte Musikvideos. Alles wird von dem virtuellen Produzenten koordiniert, sodass Nutzer sich auf die kreative Vision konzentrieren können. Zudem wird Googles SynthID-Wasserzeichen in alle Inhalte integriert, um KI-erzeugte Medien erkennbar zu machen. Die Ankündigung wurde durch ein Statement von Alex Pall von The Chainsmokers unterstrichen, der die Plattform als „wirklich auf die Erfahrung des Musikers ausgerichtet“ lobt. ProducerAI bleibt als eigenständige Dienstleistung bestehen und ist ab sofort in über 250 Ländern über Desktop und Mobile verfügbar. Kostenlos kann man mit begrenzten Credits testen; für 8 Dollar im Monat gibt es 3.000 Credits (ca. 600 Songs), weitere Abonnements kosten 24 Dollar (Plus) und 64 Dollar (Member). Die Integration von ProducerAI in Googles KI-Ökosystem unterstreicht das strategische Ziel, kreative Werkzeuge mit fortschrittlicher KI zu verbinden. Branchenexperten sehen darin einen Meilenstein: Die Fähigkeit, KI als kreativen Partner statt nur als Generator zu nutzen, könnte die Musikproduktion nachhaltig verändern. Google positioniert sich damit weiter als führender Player im Bereich kreativer KI, wobei die Fokussierung auf Benutzererfahrung und kontinuierliche Interaktion entscheidend ist.
