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HPE meldet größte Gewinnsteigerung seit 2018

Die Aktien von Hewlett Packard Enterprise (HPE) stiegen am Montag um 30 Prozent, nachdem das Technologieunternehmen seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt hatte. Die Ergebnisse übertroffen die Erwartungen der Analysten deutlich und markieren das beste Gewinnwachstum des Unternehmens seit Februar 2018. Der Umsatz verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 40 Prozent. Im Bereich Cloud und künstliche Intelligenz (KI) erzielte HPE mit 7,71 Milliarden Dollar einen Umsatz, der die Prognosen der Marktbeobachter um fast 850 Millionen Dollar übertraf. Besondere Aufmerksamkeit erhielt dabei das Server-Geschäft, ein Teilbereich der Cloud- und KI-Sparte. Der Server-Umsatz belief sich auf 5,45 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen von Analysten in Höhe von 4,66 Milliarden Dollar bei weitem. Aufgrund dieser soliden Performance hat HPE seine Prognose für den gesamten Geschäftsjahr 2026 angepasst. Das Unternehmen erhöht die prognostizierte Umsatzrendite pro Aktie (EPS) um einen vollen Dollar auf einen Bereich zwischen 3,35 und 3,45 Dollar. Zuvor lag die Erwartung zwischen 2,30 und 2,50 Dollar. Laut Aussagen des Unternehmens läuft die Entwicklung nun zwei Jahre vor dem eigenen langfristigen Finanzplan ab. CEO Antonio Neri betonte gegenüber der CNBC, dass die Bestellungen für traditionelle Server im dreistelligen Bereich gewachsen seien und der Auftragseingang den höchsten Stand in der Geschichte des Unternehmens erreiche. Kunden würden weiterhin massiv in die Modernisierung ihrer Infrastruktur und die Skalierung von KI-Investitionen investieren. Neri wies zudem darauf hin, dass Branchen mit starkem Fokus auf Sicherheit, wie nationale Labore und große Unternehmen, besonders schnell KI-Lösungen vor Ort (On-Premise) und nicht in der Cloud einsetzen. Marktanalysten sehen darin eine strategische Stärke. Patrick Moorhead von Moor Insights & Strategy erklärte, dass dieser Kurswechsel HPE hilft, die Rentabilität von KI-Projekten zu steigern. Im Gegensatz zu Wettbewerbern wie Dell, die sich auf sogenannte Neoclouds konzentrieren, sieht Moorhead in den On-Premise-Lösungen von HPE Möglichkeiten für höhere Margen. Ein Analyst hob hervor, dass HPE seine Ziele ein Jahr und ein halbes vor dem geplanten Zeitrahmen erreicht. Trotz des Erfolgs bestehen weiterhin Risiken durch globale Engpässe bei Speichermaterialien. Neri warnte, dass die Kosten bis ins Jahr 2027 auf einem hohen Niveau bleiben könnten. Die Nettoergebnisbilanz verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr signifikant: Während HPE im Vorquartal noch einen Nettoverlust von 1,05 Milliarden Dollar verbuchte, schloss das aktuelle Quartal mit einem Gewinn von 624 Millionen Dollar bzw. 44 Cent pro Aktie ab. Die positive Entwicklung der Aktienkurse wurde durch weitere Ankündigungen untermauert. Am gleichen Tag wie dem Ergebnisbericht stellte HPE auf der Computex-Messe in Taiwan einen neuen Server-Rack vor. Dieser wird von den neuesten Vera-Zentralprozessoren von Nvidia angetrieben, die nun in voller Serienproduktion sind. Jensen Huang, CEO von Nvidia, bezeichnete diese neuen Prozessoren während seiner Schlüsselaussage auf der Messe als neuen Hauptwachstumsfaktor für das Unternehmen. Millionen dieser Chips werden derzeit produziert und sollen ab dem Herbst verfügbar sein.

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