Ex-Google-Mitarbeiter gründen 6-Köpfe-AI-Startup mit 4,5 Mio. Dollar
Zwei ehemalige Google-Kollegen, Joe Cheuk und Praneet Dutta, haben einen neuen KI-Startup namens Pomo gegründet und 4,5 Millionen Dollar an Startkapital eingeworben. Das sechsköpfige Team konzentriert sich auf KI-Lösungen, die Unternehmen dabei unterstützen, Marketingentscheidungen schneller und effizienter zu treffen. Die beiden Gründer lernten sich vor etwa neun Jahren auf einem gemeinsamen Uber-Fahrt zum ersten Mal kennen, als Dutta die Orientierungsveranstaltung von Google verließ und Cheuk bereits wenige Monate zuvor zum Konzern gestoßen war. Obwohl sie in unterschiedlichen Bereichen arbeiteten – Dutta im Bereich Maschinelles Lernen und Cheuk in der Cloud-Infrastruktur – erkannten sie schnell ihre gemeinsamen Karriereziele. Cheuk wechselte später zu Meta, wo er an Werbeanlagen arbeitete, und arbeitete zuletzt bei Databricks im Bereich Sicherheit. Dutta blieb bei Google Cloud und wechselte dann zu Google DeepMind, wo er bis August 2025 blieb. Beide hielten den Kontakt und verfolgten den Plan, gemeinsam ein Unternehmen zu gründen, warteten jedoch auf den richtigen Zeitpunkt. Im vergangenen Jahr verließen sie ihre jeweiligen Stellen parallel, um Pomo zu gründen. Ihre gemeinsame Erfahrung in der Werbung und im Marketing sowie die Fortschritte in der KI-Technologie, insbesondere bei der Bildgenerierung, inspirierten sie, eine Plattform zu entwickeln, die den Marketingprozess beschleunigt. Ein entscheidender Auslöser für den Start war das Jahr 2024, in dem die Fähigkeiten moderner KI-Modelle sprunghaft zunahmen. Durch Gespräche mit Marketingexperten erkannten die Gründer, dass die Technologie nun weit genug fortgeschritten ist, um echte Verbesserungen zu ermöglichen. Zusätzlich boten die Sicherung ihrer Green Cards in den USA die erforderliche immigrationstechnische Stabilität, um das Risiko eines Start-ups einzugehen. Der Übergang von der etablierten Großkonzerne in die dynamische Startup-Welt erforderte eine erhebliche Anpassung der Denkweise. Während bei großen Technologieunternehmen Entscheidungen oft durch mehrere Genehmigungsebenen verzögert werden, müssen Pomo-Gründer und ihr Team extrem schnell reagieren, da jedes Zögern in einem Startup hohe Kosten verursachen kann. Doch auch die Erfahrung aus der Großkonzerne kommt dem Team zugute. Cheuk erklärt, dass die etablierten Prozesse und Lösungen, die sie bei Google und Meta gesehen haben, ihnen helfen, nicht jedes neue Problem neu zu lösen, sondern bewährte Wege schnell umzusetzen. Das Team setzt intensiv auf KI-Coding-Agenten, um die Entwicklungsprozesse zu beschleunigen. Trotz der sechs Mitarbeiter ist das Unternehmen darauf fokussiert, mit hoher Geschwindigkeit zu arbeiten. Dutta selbst konzentriert sich auf die Führungsrolle des CEO, während die technischen Aufgaben von den übrigen fünf Teammitgliedern übernommen werden. Die Gründer betonen, dass das Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, schnell zu arbeiten, in der aktuellen KI-Ära entscheidende Erfolgsfaktoren sind, da die reine Technik heute leicht verfügbar ist. Der entscheidende Vorteil liegt nun in der Schnelligkeit der Umsetzung und der Umsetzungskompetenz.
