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PyTorch-Mitgründer Chintala wechselt zu Muratis AI-Lab

Soumith Chintala, der Mitbegründer von PyTorch und ehemaliger AI-Leiter bei Meta, hat sich dem Startup Thinking Machines Lab angeschlossen, das von der ehemaligen OpenAI-CTO Mira Murati gegründet wurde. Chintala bestätigte die Nachricht auf X (ehemals Twitter), wo er von „den unglaublichen Menschen“ im Team sprach und seine neuen beruflichen Verbindungen über seine Profilupdates dokumentierte. Sein Wechsel markiert den ersten Schritt nach seinem Ausscheiden aus Meta Anfang März, wo er über elf Jahre lang als Schlüsselfigur im Bereich KI-Infrastruktur wirkte. Gemeinsam mit anderen Entwicklern hatte er PyTorch maßgeblich mitgeprägt – ein Open-Source-Framework, das heute weltweit in Industrie und Forschung verwendet wird und als Grundlage für zahlreiche moderne KI-Anwendungen dient. Thinking Machines Lab, das im Februar gegründet wurde, positioniert sich als Forschungs- und Produktlabor für menschliche-KI-Kollaboration und zieht bereits seit seiner Gründung Spitzenkräfte aus Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Meta und Google DeepMind an. Zu den frühen Mitarbeitern zählen prominente Persönlichkeiten wie John Schulman (ChatGPT-Entwicklung), Alec Radford und Bob McGrew. Das Unternehmen bietet laut H-1B-Dateien Gehälter bis zu 500.000 US-Dollar für technische Positionen und hat bereits einen riesigen Seed-Credit von 2 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 10 Milliarden Dollar gesichert. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass eine weitere Finanzierungsrunde bei einer Bewertung von 50 Milliarden Dollar geplant ist. Chintala verließ Meta in einer Phase großer Umstrukturierungen: Das Unternehmen hatte seine KI-Abteilung neu aufgebaut und in eine neue Superintelligence Labs unter der Leitung von Alexandr Wang integriert. Auch Yann LeCun, Chef-KI-Wissenschaftler und Gründer des FAIR-Labors, wird laut Berichten verlassen. Chintala hatte in einem Abschiedsbeitrag betont, dass PyTorch nun stabil sei und weiterhin selbstständig wachsen könne – eine Entwicklung, die ihm ermögliche, sich neuen, „kleineren, neuen und unbehaglichen“ Herausforderungen zu widmen. Obwohl Thinking Machines bisher keine vollständige Produktpalette veröffentlicht hat, wird bereits das erste Tool, Tinker, eingesetzt. Es ermöglicht Nutzern die vereinfachte Feinabstimmung großer Sprachmodelle und wird von Forschern an Princeton und Stanford sowie frühen Kunden genutzt. Trotz des Erfolgs gab es auch Abgänge: Andrew Tulloch, Mitbegründer und ehemaliger Meta-Forscher, kehrte im Oktober zurück. Die Ankunft von Chintala unterstreicht die wachsende Bedeutung von Think Tank-Startups im Wettbewerb um KI-Talente. Branchenexperten sehen in der Kombination aus exzellentem Team, hohem Budget und strategischem Fokus auf menschliche KI-Interaktion ein ernstzunehmendes Gegenstück zu etablierten Tech-Riesen. Chintalas Wechsel ist nicht nur ein Karrieresprung, sondern ein Zeichen für die sich verändernde Landschaft der KI-Entwicklung – hin zu agileren, fokussierteren und kreativeren Strukturen.

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