Stripe gründet Blockchain-Startup Tempo mit Großen wie OpenAI und Visa
Stripe hat einen neuen Blockchain-Start-up namens Tempo ins Leben gerufen, wie Co-Gründer und CEO Patrick Collison am Donnerstag bekanntgab. Ziel des Projekts ist die hochvolumige Verarbeitung von Stablecoins – Kryptowährungen, die an einen stabilen Vermögenswert wie den US-Dollar gebunden sind und so die typische Volatilität des Krypto-Marktes reduzieren sollen. Dieser Fokus ist nicht überraschend, da Stripe bereits 2023 die Stablecoin-Plattform Bridge übernommen hatte, um seine Zahlungsinfrastruktur im Bereich digitale Währungen auszubauen. Besonders auffällig ist jedoch die exklusive Gruppe von Unternehmen, die bereits als Design-Partner an Tempo beteiligt sind: Anthropic, OpenAI, Coupang, Deutsche Bank, DoorDash, Lead Bank, Mercury, Nubank, Revolut, Shopify, Standard Chartered und Visa. Diese Firmen repräsentieren eine breite Palette von Branchen – von Finanzdienstleistern über Tech-Riesen bis hin zu E-Commerce- und Payment-Plattformen. Sollte Tempo erfolgreich sein, könnten diese Partner die Blockchain für Anwendungen wie agentebasierte Zahlungen, grenzüberschreitende Überweisungen oder automatisierte Finanztransaktionen nutzen. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Beteiligung von Matt Huang, Mitglied des Stripe-Beirats und Mitgründer des renommierten Krypto-VC-Fonds Paradigm. Huang wird Tempo als CEO leiten, während Paradigm auch finanziell in das Projekt investiert hat. Collison betonte, dass Tempo als eigenständiges Unternehmen geführt werden soll, unabhängig von Stripe, um technische und strategische Flexibilität zu gewährleisten. Die Beteiligung von OpenAI und Anthropic deutet darauf hin, dass Tempo nicht nur auf Zahlungsinfrastruktur, sondern auch auf die Integration von KI-gesteuerten Finanzdienstleistungen abzielt – beispielsweise durch intelligente Agenten, die automatisch Zahlungen auslösen oder Risiken bewerten. Die Zusammenarbeit mit globalen Banken und Zahlungsdienstleistern wie Visa und Revolut unterstreicht zudem das Ziel, eine Brücke zwischen traditionellen Finanzsystemen und der dezentralen Krypto-Welt zu schaffen. Industriebeobachter sehen in Tempo eine potenziell transformative Entwicklung im Zahlungssektor. „Die Kombination aus Stripe’s technologischer Expertise, einer starken Investor- und Partner-Liste und dem Fokus auf stabile Währungen könnte ein neues Standard-Protokoll für digitale Zahlungen werden“, sagt ein Analyst von a16z. Die Beteiligung von Paradigm und KI-Unternehmen signalisiert zudem, dass Tempo nicht nur eine Blockchain, sondern eine Plattform für die Zukunft der agilen, KI-gestützten Wirtschaft sein könnte. Tempo könnte damit eine Schlüsselrolle bei der Integration von Krypto in den Mainstream-Finanzsektor übernehmen – mit der Möglichkeit, Transaktionen schneller, sicherer und kostengünstiger zu gestalten. Ob die Vision sich realisiert, hängt jedoch von der technischen Durchführbarkeit, regulatorischen Rahmenbedingungen und der Akzeptanz der Partner ab. Doch mit so einem Spitzen-Team und einer solchen Unterstützung ist Tempo bereits heute ein ernstzunehmender Akteur im globalen Zahlungs- und Blockchain-Ökosystem.
