FIA und Notre Dame untersuchen AI zur Bekämpfung von Online-Gewalt im Sport
Die Fédération Internationale de l'Automobile (FIA), die weltweite Regulierungsbehörde für Motorsport und Dachverband für Mobilitätsorganisationen, hat eine wegweisende Forschungskooperation mit der University of Notre Dame, einer renommierten US-amerikanischen Forschungsuniversität, angekündigt. Unterstützt durch die FIA Foundation, soll die Zusammenarbeit die globale Bekämpfung von Online-Gewalt im Sport durch gemeinsame Forschung und Innovation stärken. Ziel des Projekts ist es, die Rolle künstlicher Intelligenz (KI) bei der Erkennung, Prävention und Reaktion auf online verübte Belästigungen, Bedrohungen und Hasskommentare in der Sportwelt systematisch zu untersuchen. Insbesondere werden KI-gestützte Algorithmen evaluiert, die Muster in digitalen Kommunikationsströmen identifizieren können, um frühzeitig potenziell schädliche Inhalte zu erkennen und zu filtern. Die Forschung wird sich auf verschiedene Sportarten und globale Regionen konzentrieren, um allgemein gültige, kulturell sensibler Ansätze zu entwickeln. Die FIA sieht in der KI nicht nur ein technisches Werkzeug, sondern als zentralen Bestandteil einer umfassenden Strategie zur Schaffung sicherer digitaler Räume für Athleten, Fans und Verantwortliche. Die Kooperation umfasst zudem die Entwicklung von Empfehlungen für Sportverbände, Veranstalter und soziale Medienplattformen, um strukturelle Maßnahmen zur Bekämpfung von Online-Gewalt zu implementieren. Die University of Notre Dame bringt ihr Expertenwissen in ethische KI-Anwendungen, digitale Ethik und soziale Wirkungsforschung ein, während die FIA die praktische Anwendung im Kontext des Sports und ihre globale Netzwerkstruktur bereitstellt. Die Ergebnisse sollen bis Ende 2025 vorliegen und als Grundlage für internationale Standards dienen. Industrieexperten begrüßen die Initiative als bedeutenden Schritt hin zu einer verantwortungsvolleren Nutzung von KI im Sport. „Die Kombination aus akademischer Tiefe und praktischer Umsetzung durch die FIA ist selten und hoch wirksam“, sagt Dr. Lena Müller, Digitalethik-Forscherin an der TU Berlin. „Viele Plattformen setzen KI zur Inhaltsmoderation ein, aber ohne Kontext und ethische Rahmenbedingungen. Die FIA-Initiative zeigt, wie Technologie im Dienst des Schutzes von Menschen eingesetzt werden kann.“ Die FIA Foundation, die seit Jahren in Themen wie Verkehrssicherheit und nachhaltige Mobilität tätig ist, positioniert sich nun auch als Vorreiter im Bereich digitaler Sicherheit. Die University of Notre Dame, bekannt für ihre interdisziplinäre Forschung, betont die Notwendigkeit, KI-Systeme nicht nur technisch, sondern auch sozial und ethisch verantwortbar zu gestalten. Die Kooperation könnte als Vorbild für andere Sportverbände dienen und die globale Debatte über digitale Verantwortung in der Sportwelt nachhaltig beeinflussen.
