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Anthropic verhandelt mit Microsoft über KI-Chip-Partnerschaften

Laut einem Bericht von CNBC verhandelt Microsoft mit Anthropic über eine Zusammenarbeit, bei der Letzterem die selbstentwickelten KI-Chips „Maia" des Unternehmens zur Verfügung gestellt werden sollen. Sollte diese Kooperation zustande kommen, würde sie einen wichtigen Durchbruch für Microsoft im Bereich der KI-Hardware darstellen und dazu beitragen, den Rückstand gegenüber Amazon und Google in Bezug auf Ökosysteme maßgeschneiderter KI-Chips zu verringern. Im Januar dieses Jahres veröffentlichte Microsoft seine zweite Generation an KI-Chips namens „Maia 200", die jedoch noch nicht offiziell über den Cloud-Dienst Azure externen Kunden zugänglich gemacht wurde. Das Unternehmen hatte zuvor erklärt, dass der Maia 200 bereits zum Betrieb des OpenAI-Modells GPT-5.2 eingesetzt wird. Zudem teilte Microsofts CEO Satya Nadella während einer Telefonkonferenz zur Quartalsbilanz im April mit, dass die Leistungsfähigkeit pro Dollar beim Token-Ausstoß durch den Maia 200 um mehr als 30 % gesteigert wurde verglichen mit den derzeit eingesetzten Chips des Konzerns. Diese Chips sind mittlerweile in Rechenzentren in Arizona und Iowa installiert. Dennoch berichteten informierte Quellen, dass zwischen Anthropic und Microsoft bisher keine formale Kooperationsvereinbarung unterzeichnet worden ist. Zuvor hatte das Fachmedium The Information als erstes über die laufenden Verhandlungen berichtet. In den letzten Jahren hat der Bedarf von Anthropic nach Rechenleistung kontinuierlich stark zugenommen. Mit dem rasanten Erfolg seiner Assistenz-KI Claude sowie des Programmierwerkzeugs Claude Code im laufenden Jahr ist die Abhängigkeit des Unternehmens von Ressourcen für Training und Inferenz deutlich gestiegen. Dario Amodei, Co-Gründer und CEO von Anthropic, sagte Anfang diesen Monats öffentlich aus, dass sein Unternehmen aktuell vor sogenannten „Rechenengpässen" stehe. Derzeit stützt sich Anthropic primär auf NVIDIA-GPUs zum Training und Betreiben generativer KI-Modelle und erweitert gleichzeitig seine Partnerschaften mit Cloud-Anbietern. Im April kündigte Anthropic an, innerhalb der nächsten zehn Jahre die speziell entwickelten KI-Chips Trainium von AWS einzusetzen – ein Projekt mit einem Gesamtvolumen von über 100 Milliarden US-Dollar. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte das Unternehmen zudem angekündigt, TPUs von Google nutzen zu wollen. Darüber hinaus gab SpaceX kürzlich bekannt, dass Anthropic bis Mai 2029 monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar zahlen werde, um Zugang zu Rechenressourcen zu erhalten. Dies verdeutlicht erneut den enormen Bedarf führender KI-Firmen an Hochleistungsrechenkraft im Wettbewerb um große Sprachmodelle.

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